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08.03.2026
17:20 Uhr
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Nach dem ersten tödlichen Fahrradunfall in diesem Jahr in Hamburg haben sich mehrere Dutzend Menschen zu einer Mahnwache an der Unglücksstelle im Stadtteil Moorfleet versammelt. In der Spitze seien rund 100 Personen gezählt worden, teilte die Polizei mit. Aufgerufen zu der Veranstaltung hatte der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club (ADFC). Auch ein weißes Ghostbike zum Gedenken an das Opfer wurde aufgestellt. 63-Jähriger von abbiegendem Lastwagen erfasst Beim ersten tödlichen Unfall in diesem Jahr war am Donnerstag ein 63 Jahre alter Fahrradfahrer von einem abbiegenden Lastwagen erfasst und getötet worden. Der Lkw sei kurz vor 6.00 Uhr von einem Firmengelände nach links abgebogen und dabei mit dem querenden Radfahrer kollidiert, teilte die Polizei mit. Der Fahrer habe den Radfahrer übersehen, hatte die Polizei in einer ersten Pressemitteilung erklärt. Der Mann starb noch am Unfallort. Der Lkw-Fahrer wurde vom Kriseninterventionsteam des Deutschen Roten Kreuzes psychosozial betreut. Der ADFC wirft Senat und Polizei Versagen vor. Das lasse sich an der Unfallstelle klar erkennen. So gebe es keine Haltelinie zur Fahrbahn und auch keine roten Markierungen. "Und das an einem Ort mit hohem Schwerlastverkehrsaufkommen und prinzipbedingt bereits gefährlichem Zweirichtungsradweg." Laut Polizei kamen im vergangenen Jahr elf Radfahrer auf Hamburgs Straßen ums Leben, das war einer mehr als 2024. ADFC wirft Verantwortlichen Untätigkeit vor "Die Verantwortlichen handeln erst, wenn es zu spät ist und ein Mensch getötet oder schwer verletzt wurde, wie bei den Unfällen im Berner Heerweg, im Heidenkampsweg oder in der Überseeallee", klagte ADFC-Vorstand Thomas Lütke. Und das, obwohl den Behörden Hunderte Hinweise zu Sicherheitsdefiziten auf Hamburgs Straßen vorlägen. Statt zu handeln und die Gefahrenlage zu beseitigen, zähle die Politik lieber Parkplätze, die Polizei rate Radfahrenden zu persönlicher Schutzausrüstung und die Verkehrsdirektion lade engagierte Bürger zu Gesprächen ins Polizeipräsidium ein. © dpa-infocom, dpa:260308-930-784164/2