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09.03.2026
09:15 Uhr
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Das russische Militär hat auf seine Verluste reagiert und eine fachfremde Einheit nach Huljajpole geschickt. Die Ukraine zerstörte ein Munitionslager im besetzten Donezk.

Russland hat Teile einer Marineinfanterie-Einheit aus den umkämpften Gebieten um Pokrowsk und Dobropillja in den Süden der Ukraine bei Huljajpole verlegen lassen. Das geht aus dem aktuellen Lagebericht des US-amerikanischen Institute for the Study of War (ISW) hervor. Geolokalisierte Aufnahmen zeigen demnach, dass die Soldaten der sogenannten Pazifikflotte ukrainische Truppen bei Huljajpole mit einem Panzer und drei Geländewagen angriffen , aber zurückgeschlagen wurden. Mit der Maßnahme reagiert Russland wohl auf die Befreiung großer Gebiete bei Huljajpole durch ukrainische Truppen in den vergangenen Wochen. Die Marineinfanterie ist eigentlich nicht für den Kampf im Landesinneren ausgebildet. Auch bei Pokrowsk war sie schon einmal fachfremd eingesetzt worden. Entlang der Front kam es erneut zu heftigen Gefechten, vor allem rund um die Industriestadt Pokrowsk. Ukrainische Truppen zerstörten nach eigenen Angaben einen russischen Drohnenkontroll- und Kommandopunkt im nahegelegenen Selydowe . Die Frontlinie hat sich zuletzt aber nicht verschoben. Die ukrainischen Streitkräfte haben laut dem ISW offenbar erneut die besetzte Regionalhauptstadt Donezk mit Mittelstreckenraketen angegriffen . Laut Rechercheuren und Medienberichten trafen sie ein Munitionslager, in dem es daraufhin mehrere heftige Explosionen gab . Das ISW konnte die Berichte über den Angriff nicht unabhängig überprüfen. Aufnahmen zeigen, dass ukrainische Truppen am Samstag bereits einen Shahed-Drohnenstartplatz in der Stadt Donezk angegriffen hatten . In unserem Liveblog zum Ukrainekrieg halten wir Sie über alles Wichtige auf dem Laufenden .