Zeit 14.08.2026
16:07 Uhr

Ryanair-Zwischenfall: Fenster von Ryanair-Maschine wurde durch Triebwerkteile zerstört


Im Juli wurde ein Passagier auf einem Flug fast durch ein zerstörtes Fenster gesogen. Ermittler haben jetzt einen vorläufigen Bericht zu dem Vorfall veröffentlicht.

Ryanair-Zwischenfall: Fenster von Ryanair-Maschine wurde durch Triebwerkteile zerstört
Abgefallene Teile des Triebwerks waren Ermittlungen zufolge verantwortlich für einen Zwischenfall auf einem Ryanair-Flug im Juli. Auf einem Flug von Griechenland nach Deutschland war ein Fenster zerstört worden. Ein Mann wurde angesogen und ragte teilweise aus der Maschine , konnte aber von anderen Passagieren wieder ins Flugzeug zurückgezogen werden. In einem vorläufigen Bericht der US-Unfalluntersuchungsbehörde NTSB heißt es, dass sich ein Schaufelblatt im rechten Turbinentriebwerk der Boeing 737-800 gelöst habe. Einzelteile seien herausgeschleudert worden und hätten das Fenster neben dem Passagier zertrümmert. Durch den Druckausgleich sei der 61-Jährige ein Stück weit durch das Loch nach außen gezogen worden . Der Vorfall ereignete sich kurz nach dem Start der Maschine in Thessaloniki. Die Maschine drehte um und konnte sicher wieder in Thessaloniki landen. Der 61-Jährige erlitt Verletzungen an Hals und Schulter sowie Verbrennungen. Ermittler finden Vogelreste in der Turbine Warum sich das Schaufelblatt gelöst hat, bleibt in dem NTSB-Bericht noch offen. Die Ermittler erklärten, sie hätten Vogelreste in der Turbine gefunden. Das könnte auf einen sogenannten Vogelschlag beim Start hindeuten, bei dem das Triebwerk möglicherweise beschädigt wurde. »Wir wissen, was passiert ist, und bis zu einem gewissen Grad auch, warum es passiert ist, aber es gibt noch offene Fragen, denen die NTSB nachgehen wird«, sagte der ehemalige Ermittler Jeff Guzzetti der Nachrichtenagentur AP. Wartungsunterlagen zufolge wurde der Schaufelrotor zuletzt im Mai mit Ultraschall untersucht. Ob die Inspektionen gründlich genug waren, muss laut Guzzetti noch geprüft werden. Die vollständige Untersuchung des Vorfalls kann bis zu zwei Jahre dauern. Ryanair-Chef Michael O'Leary hatte bereits einige Tage nach dem Vorfall gesagt, erste Untersuchungen auf einen Fremdkörperschaden am Triebwerk hindeuten würden.