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09.03.2026
12:06 Uhr
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Niederländischen Geheimdiensten zufolge versuchen Hacker auf Whatsapp- und Signal-Konten von Beamten und Journalisten zuzugreifen. Die Gefahr kommt wohl aus Russland.

Zwei niederländische Geheimdienste haben vor einem weltweiten Cyberangriff russischer Hacker gewarnt, die Zugang zu Signal- und Whatsapp-Konten erhalten wollen. Gerichtet seien diese Angriffe an Beamte, Militärangehörige und Journalisten, wie die Geheimdienste AIVD und MIVD mitteilen. Demnach würden Nutzer in Chats verleitet, Sicherheitscodes und PIN preiszugeben, wodurch die Hacker Zugriff auf die Konten erhalten. Russische Hacker hätten mit großer Wahrscheinlichkeit bereits Zugriff auf sensible Informationen erhalten, teilten die beiden Geheimdienste mit. Unter den Opfern seien niederländische Regierungsangestellte. WhatsApp teilte gegenüber der Nachrichtenagentur Reuters mit, dass Nutzer ihren sechsstelligen Code niemals an andere weitergeben sollten und dass das Unternehmen weiterhin daran arbeite, Menschen vor Online-Bedrohungen zu schützen. Signal war für eine Stellungnahme zunächst nicht erreichbar. Geheimdienste geben Cyber-Warnung heraus Hacker würden sich meist als Chatbots des Signal-Supports ausgeben, um zur Preisgabe der Passwörter und Sicherheitscodes zu verleiten. Eine weitere Methode sei die Verwendung der Funktion "verknüpfte Geräte" innerhalb von Signal. Kontakte, die zweimal in der Kontaktliste eines Nutzers erscheinen, oder Nummern, die als "gelöschtes Konto" angezeigt werden, könnten darauf hindeuten, dass ein Konto kompromittiert wurde, teilten die Geheimdienste mit. Die beiden Apps mit der sicheren End-to-End-Verschlüsselung sind gerade bei Regierungsmitarbeitenden beliebt, um vertrauliche oder geheime Informationen auszutauschen. Das mache sie "zum idealen Ort für böswillige Akteure", warnten die Geheimdienste. Die niederländischen Behörden gaben eine Cyber-Warnung heraus. Darin informierten sie Regierungsmitarbeiter über die Sicherheitslücke und Hilfe zur Beseitigung der Bedrohung anboten, sagte ein Sprecher. Trotz ihrer End-to-End-Verschlüsselungsoption sollten Messaging-Apps wie Signal und WhatsApp nicht als Kanäle für geheime, vertrauliche oder sensible Informationen verwendet werden", sagte der MIVD-Direktor, Vizeadmiral Peter Reesink.