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06.06.2026
09:46 Uhr
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Die Zahl der Organspender und die der gespendeten Organe sind in den ersten fünf Monaten dieses Jahres leicht angestiegen. Doch das reicht nicht für alle Schwerkranken.

In den ersten fünf Monaten dieses Jahres sind rund zwölf Prozent mehr Organe gespendet worden als im Vorjahreszeitraum. Während von Januar bis Mai 1.405 Spenderorgane registriert wurden, waren es 2025 im gleichen Zeitraum nur 1.253, teilte die Deutsche Stiftung Organtransplantation (DSO) in Frankfurt mit. Auch die Zahl der Spender ist leicht gestiegen: 2025 haben von Januar bis Mai 426 Menschen nach ihrem Tod Organe für die Transplantation freigegeben, 2026 waren es in diesen fünf Monaten 452 Menschen. Das ist ein Plus von 6,1 Prozent. Deutschland liegt bei der Zahl der Organspenden im europaweiten Vergleich seit Jahren am unteren Ende der Tabelle. Im vergangenen Jahr spendeten 985 Menschen nach ihrem Tod Organe – das ist die höchste Zahl seit 2012. Doch die Spenderorgane reichen nicht aus, um allen auf den Wartelisten eine Transplantation zu ermöglichen. 3.150 Menschen erhielten Organe; zugleich warten aber mehr als 8.000 schwerkranke Menschen auf ein Spenderorgan. Ausdrückliche Zustimmung zur Spende Im Gegensatz zu vielen anderen Ländern in Europa müssen verstorbene Personen in Deutschland zu Lebzeiten oder die Angehörigen einer Organentnahme ausdrücklich zugestimmt haben. Das könnte sich ändern: Eine Gruppe von Abgeordneten über Fraktionsgrenzen hinweg fordert eine grundlegende Neuregelung der Organspende in Deutschland. Ab dem Jahr 2030 soll ihrer Ansicht nach jeder volljährige und einwilligungsfähige Mensch zunächst als Organspender gelten – außer er widerspricht einer Organspende zu Lebzeiten ausdrücklich. Eine andere Gruppe von Parlamentariern setzt weiter auf eine »Kultur der aktiven Zustimmung«. Nur wer zu den Lebzeiten ausdrücklich zugestimmt hat, kommt als Spender in Betracht. Beide Gruppen setzen auf mehr Aufklärung und Information der Bevölkerung.