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19.03.2026
17:07 Uhr
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Die Verteidigung des Kronprinzessinnen-Sohns fordert einen Freispruch von den Vergewaltigungsvorwürfen. In anderen Anklagepunkten plädiert sie für eine kurze Haft.

Im Verfahren gegen Marius Borg Høiby , den Sohn der norwegischen Kronprinzessin Mette-Marit, hat die Verteidigung in Oslo laut übereinstimmenden Medienberichten einen Freispruch von den Vergewaltigungsvorwürfen gefordert. Der Zeitung Verdens Gang zufolge sagte sein Verteidiger Petar Sekulic: "Es gibt keine Beweise, die dafür sprechen, dass Marius für die Vergewaltigungen verurteilt werden kann. In keinem der vier Fälle." Es gibt aber auch andere Anklagepunkte, für die die Verteidigung eine Haftstrafe von eineinhalb Jahren vorschlug. Der 29-Jährige ist unter anderem in vier Fällen von Vergewaltigung nach norwegischem Recht angeklagt. In drei Fällen soll er Frauen im Genitalbereich berührt haben. In einem Fall soll es zur Penetration mit dem Penis gekommen sein. Während der mutmaßlichen Taten sollen die Frauen geschlafen beziehungsweise einen Blackout gehabt haben. Høiby soll sie dabei gefilmt haben. Verteidiger sät Zweifel an Glaubwürdigkeit der mutmaßlichen Opfer Nach Darstellung der Verteidigung ist nicht ausreichend nachgewiesen, dass Høiby die Frauen vergewaltigt habe. Auch die Videos, die der Angeklagte während der mutmaßlichen Taten selbst aufgenommen haben soll, seien demnach keine eindeutigen Beweise. Ohne klare Belege stehe somit Høibys Aussage gegen die der Frauen, wird Sekulic zitiert. Høibys Anwalt stellte außerdem die Glaubwürdigkeit insbesondere einer der mutmaßlich Geschädigten infrage. "Ich glaube, dass sie einen lockeren Umgang mit der Wahrheit und Fakten hat – und dass sie während der sexuellen Handlungen höchstwahrscheinlich wach war", zitiert ihn Verdens Gang . Die Frau hatte Medienberichten zufolge ausgesagt, einen Blackout gehabt zu haben, und nahegelegt, ihr könnten Drogen verabreicht worden sein. In den weiteren Fällen verwies Sekulic der Zeitung zufolge darauf, dass die betroffenen Frauen kurz vor den angeblichen Taten bereits mehrfach einvernehmlichen Sex mit Høiby gehabt hätten. Sie hätten mit ihm geflirtet, sich von seinem Status angezogen gefühlt und sich freiwillig auf One-Night-Stands mit ihm eingelassen. Mehrere der Frauen hätten die anschließenden Vorfälle zunächst nicht als Übergriffe betrachtet. Auch hier lasse sich nicht eindeutig klären, ob sie wirklich geschlafen hätten, sagte Sekulic demnach. Verteidigung plädiert auf eineinhalb Jahre Haft für andere Delikte Neben den mutmaßlichen Vergewaltigungen werden Høiby unter anderem Gewalt, Körperverletzung, Verstöße gegen ein Kontaktverbot, mehrere Verkehrsdelikte und der Transport von 3,5 Kilogramm Marihuana vorgeworfen. Einige dieser Vorwürfe gibt der Norweger zu. Die Verteidigung plädierte in diesen Anklagepunkten laut übereinstimmenden Medienberichten für eine Haftstrafe von eineinhalb Jahren. Darüber hinaus werden Høiby auch mehrere Fälle häuslicher Gewalt gegen seine Ex-Freundin vorgeworfen, mit der er seit Herbst 2023 zusammen war. 20 der insgesamt 40 Anklagepunkte beziehen sich auf diese Beziehung. Hier plädieren die Verteidiger laut Verdens Gang auf Freispruch. Sollte er aber dafür verurteilt werden, sollte die Gesamtstrafe nach ihrer Einschätzung zwei Jahre betragen, zitierte die Zeitung die Anwältin Ellen Holager Andenæs. "Falls er für alle Anklagepunkte verurteilt werden sollte, wären fünf bis sechs Jahre das richtige Maß." Staatsanwaltschaft fordert sieben Jahre und sieben Monate Haft Die Staatsanwaltschaft hatte zuvor dafür plädiert, Høiby in 39 von 40 Punkten schuldig zu sprechen . Dazu forderte sie eine Gesamtstrafe von sieben Jahren und sieben Monaten Haft. Die Zeit, die er bereits in der Untersuchungshaft verbracht hat, soll von der Haftstrafe abgezogen werden. Außerdem verlangte die Staatsanwaltschaft ein zweijähriges Kontaktverbot gegenüber der Ex-Freundin.