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02.10.2026
13:32 Uhr
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Manchester City stehe nicht »über den Regeln«, sagt Premier Andy Burnham zum Finanzskandal in der Premier League. Derweil geht City juristisch gegen den Schuldspruch vor.

Im Finanzskandal um Manchester City gerät der englische Topklub weiter unter Druck. Auch Premierminister Andy Burnham äußerte sich zu dem Fall. ManCity stehe nicht »über den Regeln«, ließ Burnham durch einen Sprecher mitteilen. »Wo immer Fehlverhalten festgestellt wird, müssen die Verantwortlichen die angemessenen Konsequenzen tragen.« Zuvor stand Burnham in der Kritik, weil er auf die Frage, ob er besorgt sei, dass sich die Geldgeber aus den Vereinigten Arabischen Emiraten wegen des Skandals zurückziehen könnten, geantwortet hatte: »Ich würde mir große Sorgen machen, sie zu verlieren.« Angesichts des Schuldspruchs und des weiterlaufenden Verfahrens hatten Politiker mehrerer Parteien den ehemaligen Bürgermeister von Manchester für diese Aussage kritisiert. Finanzamt könnte Citys Steuerabgaben prüfen Inzwischen interessieren sich zudem die britischen Finanzbehörden für den Skandal, in dem es unter anderem um Scheinverträge und verschleierte Kosten geht . Die Erkenntnisse aus dem jahrelangen Verfahren einer unabhängigen Kommission der Premier League sollen nach Ansicht von Meg Hillier, der Vorsitzenden eines parteiübergreifenden Ausschusses britischer Abgeordneter, von der Steuerbehörde HM Revenue and Customs (HMRC) geprüft werden. Hillier sagte, sie würde eine Zusicherung des Finanzamts begrüßen, dass diesem »die Bedeutung dieser Fragen und das öffentliche Interesse an diesem Fall« bewusst ist. Vorausgegangen war ein Bericht der Organisation Tax Policy Associates, wonach City durch Scheinverträge Einkommensteuer und Sozialversicherungsbeiträge nicht abgeführt haben könnte. ManCity legt Berufung gegen Schuldspruch ein Neben der Premier League schaltete sich auch der englische Fußballverband FA in das Verfahren um schwerwiegende Finanzverstöße ein . Bereits jetzt gebe es »erhebliche Auswirkungen auf die Integrität des Spiels«, teilte die FA mit. »Wir prüfen die Entscheidung und ihre Folgen derzeit sorgfältig und werden gegebenenfalls entsprechende Maßnahmen ergreifen.« Konkrete Schritte nannte der Verband zunächst aber nicht. Derweil geht Manchester City wie angekündigt juristisch gegen den Schuldspruch der unabhängigen Kommission der Premier League vor. Wie schon am Tag des Schuldspruchs beteuerte der Verein erneut seine Unschuld; man habe »umfassende Berufung« eingereicht. Das Gutachten von Anfang der Woche enthalte » wesentliche Fehler in Bezug auf Recht, Prinzipien und Tatsachen «, hieß es in einer Stellungnahme. Für die Unschuld von ManCity gebe es »eine umfassende Sammlung unwiderlegbarer Beweise«. Strafmaß noch unklar Eine unabhängige Kommission der Premier League hatte am Dienstag nach einem jahrelangen Verfahren festgestellt, City habe über einen Zeitraum von neun Spielzeiten schwerwiegend gegen die Finanzregeln der Liga verstoßen. So soll der Klub, der seit 2008 der City Football Group aus Abu Dhabi gehört, unter anderem mit vielfältigen Scheinverträgen die Regeln umgangen und Kosten von rund einer Milliarde Euro verschleiert haben. Darüber hinaus wirft die unabhängige Kommission den Klubvertretern vor, in dem Verfahren ihren Pflichten zur Kooperation nicht nachgekommen zu sein. Sollte der Klub mit seiner Berufung keinen Erfolg haben, drohen drastische Strafen. Neben Geldstrafen und Punktabzug sind auch ein Zwangsabstieg oder die Aberkennung von Titeln denkbar. Über das Strafmaß soll in einem weiteren Verfahren entschieden werden.