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13.03.2026
07:50 Uhr
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Mehr als 50 Gefangene sollen in Kuba freigelassen werden. Das teilte das Außenministerium mit. Zuvor hatte der Vatikan vermittelt.

Nach Gesprächen mit Vertretern des Vatikans hat die kubanische Regierung die Freilassung von 51 Gefangenen angekündigt. Diese würden "in einem Geist des guten Willens und der engen Beziehungen zwischen dem kubanischen Staat und dem Vatikan" in den kommenden Tagen freigelassen, teilte das kubanische Außenministerium mit. Die Gefangenen hätten "einen bedeutenden Teil ihrer Strafe" verbüßt. Ende Februar hatten sowohl der kubanische Außenminister Bruno Rodríguez als auch der US-Geschäftsträger in Havanna, Mike Hammer, Rom besucht. Dies hatte die Spekulationen über eine mögliche Vermittlerrolle des Vatikans in dem Konflikt ausgelöst. Danach sagte der vatikanische Kardinalstaatssekretär Pietro Parolin laut dem Nachrichtenportal des Vatikans, dass sich der Heilige Stuhl um "eine dialogorientierte Lösung der bestehenden Probleme" auf Kuba bemühe. Die katholische Kirche agiert seit Jahrzehnten als Vermittler zwischen Kuba und den USA bei der Freilassung politischer Gefangener. Sie ist zudem ein wichtiger Bestandteil der kubanischen Gesellschaft. Nach Angaben der im Ausland ansässigen Menschenrechtsorganisation Justicia 11J sind in Kuba 760 Personen aus politischen Gründen inhaftiert. Papst Leo XIV . sprach von großer "Besorgnis" über die zunehmenden Spannungen zwischen Kuba und den USA. Er rief alle Seiten dazu auf, "Gewalt zu vermeiden". Konflikt zwischen den USA und Kuba Die Ankündigung erfolgt vor dem Hintergrund der Spannungen zwischen den USA und Kuba. US-Präsident Donald Trump hatte nach der Gefangennahme des venezolanischen Präsidenten Nicolás Maduro bei einem US-Militäreinsatz die Öllieferungen Venezuelas an Kuba unterbinden lassen. Staaten, die Erdöl an den Karibikstaat liefern, drohte er mit zusätzlichen US-Zöllen. Die Ölblockade hat die Wirtschaftskrise in dem kommunistisch regierten Karibikstaat verschärft. Aktuell steckt Kuba in einer seiner schwersten Wirtschaftskrisen seit der Revolution von Fidel Castro 1959. Zudem hat Trump wiederholt von einem baldigen Ende der kommunistischen Regierung in Kuba gesprochen. "Ich werde mich um Kuba kümmern", sagte Trump am vergangenen Samstag bei einem Treffen mit Staatschefs verbündeter lateinamerikanischer Länder in der Nähe von Miami. "Kuba befindet sich in den letzten Momenten seines Lebens."