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10.08.2026
06:53 Uhr
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Das Völkerrecht schützt Helfer in Krisenregionen, dennoch sind sie oft Angriffen ausgesetzt. Mehr als die Hälfte der 2025 getöteten Hilfskräfte starb im Gazastreifen.

Im vergangenen Jahr sind weltweit 350 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter humanitärer Hilfsorganisationen bei Einsätzen in Krisengebieten ums Leben gekommen. Mehr als die Hälfte von ihnen starb im Gazastreifen. Das zeigen Zahlen der von Humanitarian Outcomes betriebenen Aid Worker Secruity Database , die dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND) vorliegt. Diese Datenbank zu Sicherheitsvorfällen gegen humanitäre Helfer registriert Tote, Angriffe und Vorfälle seit 1997. Tödlicher für Krisenhelfer zeigte sich bisher nur das Jahr 2024, als den Daten zufolge 387 humanitäre Helferinnen und Helfer im Einsatz starben. Im laufenden Jahr sind den Angaben zufolge 83 Menschen im humanitären Dienst getötet worden. Diese Zahl muss jedoch noch überprüft und bestätigt werden. Einsatz in Gaza birgt besonders hohes Risiko Besonders gefährlich sind Einsätze im Gazastreifen, wo infolge des Kriegs zwischen Israel und der radikalislamischen Terrororganisation Hamas im vergangenen Jahr 186 Helfer ums Leben kamen. Im Sudan, wo seit April 2023 Bürgerkrieg ist, starben 71 Menschen während humanitärer Einsätze. Mehr als 99 Prozent der Helferinnen und Helfer, die in Krisengebieten getötet werden, sind den Angaben zufolge Ortskräfte. Humanitäre Helferinnen und Helfer seien durch das humanitäre Völkerrecht geschützt, sagte Boris Breyer, der Sprecher der SOS-Kinderdörfer, dem RND . »Doch in der Realität sind diese Menschen immer wieder Angriffen ausgesetzt. Das ist ein nicht hinnehmbarer Zustand, der enden muss«, sagte Breyer. Die Aid Worker Security Database wird in Großbritannien geführt und gilt als maßgeblich für die Einschätzung der Sicherheit von humanitären Helfern weltweit.