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17.03.2026
08:51 Uhr
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Russland habe für März eine neue Offensive geplant, diese habe die Ukraine aber vereitelt, sagt der ukrainische Präsident. Die Kämpfe in der Ukraine bleiben angespannt.

Das ukrainische Militär hat nach Angaben des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj eine für diesen Monat geplante Offensive des russischen Militärs verhindert. "Die ukrainischen Streitkräfte haben die strategische Offensive vereitelt", sagte Selenskyj in seiner abendlichen Videoansprache vom Montag . Diese Angaben wurden bisher weder von Russland noch unabhängig, etwa vom Institut for the Study of War (IWS), bestätigt. "Auch wenn die Attacken stetig weitergehen und die Vorstoßversuche anhalten, ist ihre Intensität und der Maßstab der Auseinandersetzung nicht so groß, wie die Russen das geplant und ihre Kommandeure das der politischen Führung versprochen hatten", sagte Selenskyj weiter. Zugleich bedankte er sich bei den Einheiten an den verschiedenen Frontabschnitten, welche der russischen Armee standhielten, für ihre Zähigkeit und ihren Durchhaltewillen. Unabhängige Experten bestätigten, dass der Vormarsch der russischen Truppen zuletzt ins Stocken geraten ist. An einigen Frontabschnitten im Süden des Landes, etwa in der Region Donezk, konnten die Ukrainer demnach bei Gegenangriffen sogar Territorium zurückerobern. Doch auch russische Truppen rücken in der gleichen Gegend weiter vor. Aufruf an Partner zu weiterer Hilfe In seiner Ansprache betonte Selenskyj zudem die wichtige Unterstützung der Partner der Ukraine, nur mit deren Hilfe die Ukraine ihre Widerstandsfähigkeit gegen Russland halten könne. "Deshalb sind Sanktionen gegen Russland so wichtig ", sagte er. "Hilfspakete sind wichtig. Und die europäischen Beschlüsse – einschließlich der bereits bewilligten 90 Milliarden Euro an Hilfen – müssen greifen. Europas Wort muss Gewicht haben." Er betonte außerdem, dass der Wiederaufbau in der Ukraine bereits gestartet wurde. "In einigen unserer Regionen haben die Straßenreparaturen bereits begonnen", sagte er. Anders als Russland bereite sich die Ukraine auch auf die Möglichkeit eines Friedens vor. An diesem Dienstag trifft sich Selenskyj mit dem britischen Premierminister Keir Starmer in London, um eine vertiefte Verteidigungs- und Industriepartnerschaft zu vereinbaren. Die beiden Regierungschefs wollen eine Erklärung zur gemeinsamen Produktion und Lieferung von Drohnen sowie anderen Militärtechnologien unterzeichnen, teilte die britische Regierung mit. Auch Nato-Generalsekretär Mark Rutte wird erwartet. Alle Entwicklungen zum Krieg in der Ukraine lesen Sie hier .