Zeit 06.06.2026
08:54 Uhr

Kalifornien: Demokrat Becerra voraussichtlich in Endrunde bei Gouverneurswahl


Der Demokrat Xavier Becerra hat laut Prognosen einen Platz in der Endrunde der Gouverneurswahl in Kalifornien sicher. Gegen wen er antritt, ist noch offen.

Kalifornien: Demokrat Becerra voraussichtlich in Endrunde bei Gouverneurswahl
Bei der Vorwahl zum Gouverneursamt im US-Bundesstaat Kalifornien hat sich Prognosen zufolge der demokratische Ex-Minister Xavier Becerra einen der beiden Plätze in der Endrunde gesichert. Nach Angaben der Nachrichtenagentur AP und der Sender CNN und NBC erhielt Becerra bei der Vorwahl am Dienstag genügend Stimmen, um nicht mehr auf den dritten Platz abrutschen zu können. Anders als in vielen anderen US-Bundesstaaten kommen in Kalifornien die beiden bestplatzierten Bewerber unabhängig von ihrer Parteizugehörigkeit in die Endrunde. Die Stichwahl findet dann zeitgleich mit den US-Kongresswahlen am 3. November statt. Die Auszählung der Stimmen läuft noch Gegen wen Becerra, Gesundheitsminister unter dem früheren Präsidenten Joe Biden, bei der Wahl antritt, steht noch nicht fest. Aktuell liefert er sich ein Kopf-an-Kopf-Rennen mit dem republikanischen Kandidaten Steve Hilton. Beide kommen auf über 26 Prozent der Stimmen. Hilton ist der Enkel des Hotelketten-Gründers Conrad Hilton und wurde als Unternehmer sowie Moderator des rechtsgerichteten Senders Fox News bekannt. Trump hatte im Wahlkampf gedroht, dass Kalifornien keine finanzielle Unterstützung von der Bundesregierung in Washington mehr erhalten werde, sollte Hilton nicht Gouverneur werden. Auf dem dritten Platz liegt der Demokrat Tom Steyer mit 21 Prozent. Steyer ist Hedgefonds-Manager und Klimaaktivist, und hatte sich während Trumps erster Amtszeit in einer Kampagne für dessen Amtsenthebung eingesetzt. Die Auszählung ist jedoch noch nicht abgeschlossen. In Kalifornien gilt bei der Briefwahl ein Absendedatum für die Stimmzettel – innerhalb einer Woche müssen sie ankommen. Anhänger der Demokraten entscheiden sich dabei häufiger für die Briefwahl. 61 demokratische Kandidaten in Vorwahlen Kalifornien gilt traditionell als Hochburg der Demokraten. Allerdings hatten sich bei den Vorwahlen insgesamt 61 Kandidatinnen und Kandidaten der Partei um die Nachfolge von Gouverneur Gavin Newsom beworben. Zwischenzeitlich bestand bei den Demokraten die Sorge, dass sich die Anwärter gegenseitig die Stimmen abwerben könnten, und somit letztendlich zwei Republikaner in die Endrunde kommen könnten. Newsom kann nach zwei Amtszeiten nicht mehr antreten. Er gilt als ein möglicher Präsidentschaftskandidat der Demokraten für die Wahl 2028. Seit Trump seine zweite Amtszeit angetreten hat, fiel Newsom immer wieder mit einer Kampagne in den Onlinenetzwerken auf, in der er den Stil der republikanischen US-Präsidenten parodierte. Kalifornien ist der bevölkerungsreichste und wirtschaftlich stärkste Bundesstaat der USA – letzteres unter anderem dank der Tech-Industrie im Silicon Valley und der Agrarindustrie. Durch die Bedeutung Kaliforniens ist der Gouverneur des Bundesstaates auch landesweit einflussreich.