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11.03.2026
16:20 Uhr
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Männer werden dreimal so häufig spielsüchtig wie Frauen, zeigt eine repräsentative Studie. Am gefährdetsten sind junge Frauen und Männer zwischen 18 und 25 Jahren.

Vor allem Männer haben ein erhöhtes Suchtrisiko beim Glücksspiel. Das zeigt eine Studie des Instituts für interdisziplinäre Sucht- und Drogenforschung und der Universität Bremen. Der Anteil der Männer mit einer sogenannten "glücksspielassoziierten Störung" lag im vergangenen Jahr bei 3,2 Prozent, der der Frauen bei 1,1 Prozent. Insgesamt blieb das Glücksspielverhalten in Deutschland im Vergleich zur Erhebung von 2023 weitgehend konstant. Am höchsten war der Anteil der Spielerinnen und Spieler mit einer Störung mit 4,6 Prozent unter den 18- bis 25-Jährigen, während er mit 0,8 Prozent unter den 56- bis 70-Jährigen eher gering ausfiel. Die höchsten Anteile von Menschen mit der spezifischen Störung finden sich den Angaben zufolge unter Spielerinnen und Spielern virtueller Automatenspiele (32,5 Prozent), von Geld- (23,4 Prozent) und Glücksspielautomaten (28,1 Prozent) sowie Live-Sportwetten (27,0 Prozent). Am beliebtesten ist das klassische Zahlenlotto Die Studie zeigte, dass etwa jeder dritte innerhalb von zwölf Monaten an mindestens einem Glücksspiel um Geld teilnimmt. Am beliebtesten war dabei das klassische Zahlenlotto "6 aus 49". Auf der Grundlage der Studienergebnisse könnten "Maßnahmen des Spieler- und Jugendschutzes evaluiert und gegebenenfalls angepasst werden", sagte Projektleiter Jens Kalke. Am bekanntesten ist laut Studie das Glücksspielverbot für Minderjährige, das auch die höchste Zustimmung findet – 85 Prozent der Befragten wissen davon, neun von zehn Befragten stimmen zu. Für die Studie wurden 2025 insgesamt 12.340 Menschen im Alter von 16 bis 70 Jahren befragt. An den Vorgänger-Erhebungen von 2021 und 2023 hatte es Kritik gegeben – demnach ließen die Datengrundlagen aufgrund methodischer Mängel keine repräsentativen Schlüsse auf die Gesamtbevölkerung zu. Aus dem bereits im vergangenen Jahr vorgelegten Tätigkeitsbericht der gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder ging hervor, dass sich die Bruttospielerträge im legalen Glücksspielmarkt 2024 auf rund 14,4 Milliarden Euro beliefen, rund fünf Prozent mehr als ein Jahr zuvor.