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12.03.2026
17:52 Uhr
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Im Januar und Februar hat es nur etwa halb so viele irreguläre EU-Grenzübertritte gegeben wie Anfang 2025. Frontex vermutet die Gründe in den harten Wetterbedingungen.

Die Zahl der registrierten irregulären Grenzübertritte in die Europäische Union (EU) ist in den ersten zwei Monaten dieses Jahres weiter stark zurückgegangen. Wie aus vorläufigen Zahlen der EU-Grenzschutzbehörde Frontex hervorgeht, wurde im Vergleich zu Anfang 2025 eine Verringerung um 52 Prozent registriert. Knapp 12.000 Mal haben Menschen im Januar und Februar demnach versucht, die Grenze zu überqueren. Im gesamten vergangenen Jahr war die Zahl im Vergleich zum Vorjahr bereits um mehr als ein Viertel zurückgegangen. Als Ursache für den Rückgang nennt die Behörde die durch die Jahreszeit bedingten harten Wetterbedingungen auf den Hauptfluchtrouten über das Meer. Am stärksten sei der Rückgang auf der westafrikanischen Route über den Atlantik zu den kanarischen Inseln gewesen. Hier nahm die Zahl der Versuche um 83 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum ab. Auf der zentralen Mittelmeerroute von Nordafrika in Richtung Italien sowie auf der östlichen Mittelmeerroute über Griechenland gab es jeweils rund halb so viele versuchte Grenzübertritte. Auf der Flucht nutzen die meisten Menschen nach Angaben von Frontex weiter die Route im zentralen Mittelmeerraum, auf der knapp 3.400 Grenzübertritte gemeldet wurden. Im Vergleich zum Vorjahr etwas mehr Übertritte gab es auf der Route über das westliche Mittelmeer nach Spanien. Die EU-Grenzschutzagentur verwies in ihrem Bericht auch auf mögliche Folgen des Irankriegs . Die Eskalation der Lage berge die Gefahr, "dass es in den kommenden Monaten zu einer Zunahme der Fluchtbewegung in der Region kommt" Bislang habe dies noch keine spürbaren Auswirkungen auf die Zahl von Migrantinnen und Migranten an den Außengrenzen der EU gehabt. Frontex beobachte die Entwicklungen aufmerksam.