|
10.08.2026
16:25 Uhr
|
In der Region Chocó im Nordwesten von Kolumbien hat ein Erdbeben das Land erschüttert. Es soll Verletzte geben und zahlreiche Schäden.

Ein Erdbeben hat in der kolumbianischen Provinz Chocó Verletzte und erhebliche Schäden verursacht. Das teilte die Provinzgouverneurin Nubia Carolina Córdoba Curi auf X mit. Die Erschütterungen waren demnach in der Hauptstadt Bogotá und bis nach Venezuela zu spüren. »Wir haben gerade ein schweres Erdbeben im Departement Chocó erlebt. Wir sind besorgt wegen möglicher Nachbeben«, schrieb Córdoba Curi. »Obwohl das Epizentrum in der Nähe von San José del Palmar lag, gibt es Verletzte und erhebliche Schäden an Gebäuden in der Hauptstadt Quibdó.« Es werde bereits eine Schadensbewertung durchgeführt. Der Bürgermeister der südwestlich von Bogotá gelegenen Stadt Cali sprach von unter Trümmern begrabenen Menschen. Mindestens 20 Gebäude seien eingestürzt. Er habe Hilfe aus der Hauptstadt angefordert. Die Nationale Stelle für Katastrophenrisikomanagement (UNGRD) und die US-Erdbebenwarte USGS bezifferten die Stärke des Bebens mit 7,4 . Es hatte demnach eine Tiefe von 96 km. Es gibt dennoch keine Tsunamiwarnung. Flughäfen beschädigt Auch der Gouverneur der benachbarten Provinz Risaralda, Juan Diego Patino, sagte im lokalen Radiosender Blu Radio, es gebe »schwere Schäden an einigen Gebäuden« in Pereira, der Provinzhauptstadt. »Was gerade passiert ist, ist sehr schwerwiegend. Die Bilder sind wirklich schockierend: Es gibt Verletzte und eingestürzte Gebäudefassaden«, sagte er. Der Bürgermeister von Bogotá, Carlos Galán, schrieb auf X, es gebe in der Hauptstadt keine größeren Schäden. Die Luftfahrbehörde Kolumbiens teilte mit, es gebe Schäden an den Flughäfen von Pereira, Manizales, Quibdó, Armenia, Cartago und Buenaventura. Dort werde bis auf Weiteres der Betrieb eingestellt. Das benachbarte Venezuela hatte erst im Juni zwei verheerende Erdbeben erlebt, bei denen mehr als 6.000 Menschen ums Leben kamen . Mehr als 800 Gebäude wurden bei dem Doppelbeben beschädigt oder stürzten vollständig ein. Zahlreiche Menschen wurden noch lange vermisst.