|
16.03.2026
05:35 Uhr
|
Zugausfälle und andere Störungen haben die Bahn im vergangenen Jahr laut einem Bericht Millionen gekostet. Die Entschädigungen haben sich seit 2019 verdreifacht.

Die Deutsche Bahn hat ihren Kundinnen und Kundeen im vergangenen Jahr mehr als 156 Millionen Euro Entschädigung für Verspätungen und Zugausfälle gezahlt. Das sagte Fernverkehrsvorstand Michael Peterson der S ü ddeutschen Zeitung . Die Summe habe sich gegenüber dem Jahr 2019 verdreifacht, sei jedoch um rund 41 Millionen Euro niedriger als im Vorjahr. "Wir gehen davon aus, dass das auch daran liegt, dass es im vergangenen Jahr keine großen Sonderereignisse wie Streiks gab", sagte Peterson. Trotzdem seien diese Ausgaben für die Bahn eine große finanzielle Belastung. Baustellen sind Herausforderung Vor allem die Sparte DB Fernverkehr belastet Medienberichten zufolge die Bilanz des Gesamtkonzerns. "Die vielen Baustellen und Störungen sind für uns sehr herausfordernd", sagte Peterson. Eine mehrwöchige Sperrung bedeute Umsatzeinbrüche "im ein- oder sogar zweistelligen Millionenbereich". Zudem habe die Sparte fast 300 Millionen Euro mehr für die Nutzung der Schienen zahlen müssen. Das Deutschlandticket habe die Lage verschärft. "Das hat uns 15 Millionen Fahrgäste aus den Zügen gezogen", sagte der Manager. Die Auslastung der Fernzüge sei 2025 auf 48 Prozent gesunken. "Vor Corona waren wir bei 56 Prozent, und ja, da wollen wir wieder hinkommen", sagte Peterson.