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30.09.2026
05:40 Uhr
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Eine Studentin gibt an, 2024 von sieben Verbindungsmitgliedern sexuell missbraucht worden zu sein. Die Staatsanwaltschaft hat die Ermittlungen wieder aufgenommen.

Rund zwei Jahre nach der Anzeige einer jungen Frau wegen einer Gruppenvergewaltigung an der US-Eliteuniversität Cornell hat die Staatsanwaltschaft die Ermittlungen wieder aufgenommen. Es werde geprüft, ob der Fall zur Anklage gebracht werden könne, teilte die zuständige Staatsanwaltschaft in Tompkins County im US-Bundesstaat New York mit. Die Gouverneurin von New York, Kathy Hochul, forderte zudem eine unabhängige Untersuchung des Falls. Die Vorwürfe der jungen Frau seien »entsetzlich«. Eine ehemalige Studentin wirft sieben Männern vor, sie im Oktober 2024 im Haus der Studentenverbindung Chi Phi auf dem Campus der Universität sexuell missbraucht zu haben. Zuvor sei sie nach eigenen Angaben zum Konsum von Ketamin, Marihuana und Alkohol gedrängt worden und schließlich handlungsunfähig gewesen. Die Frau verklagt die sieben Männer, die Studentenverbindung, die Universität und weitere Beteiligte auf Schadensersatz. Sie war damals 20 Jahre alt und wandte sich nach eigenen Angaben rund drei Wochen nach dem Vorfall an die Polizei auf dem Campus. Der Fall war damals nicht zur Anklage gekommen. Fall sorgt landesweit für Debatten Der zuständige Staatsanwalt Matthew Van Houten erklärte, die Frau habe in ihrer ersten eidesstattlichen Aussage gegenüber den Behörden weder eine Gruppenvergewaltigung noch eine Verabreichung von Drogen geschildert. Nun wird geprüft, ob neue Beweise eine strafrechtliche Verfolgung rechtfertigen. Die Universität erklärte, sie unterstütze die Wiederaufnahme der Ermittlungen. Sie habe den Fall bereits intern untersucht und gegen mehrere Studenten Sanktionen verhängt. US-Medien zufolge wurden zwei der mutmaßlichen Täter im Anschluss an eine interne Untersuchung von der Universität verwiesen – während die anderen fünf ihr Studium wieder aufnehmen durften, nachdem sie einen Aufsatz verfasst, an einem Workshop teilgenommen oder eine kurze Suspendierung verbüßt hatten. Die örtliche Chi-Phi-Verbindung wurde 2024 vom Campus ausgeschlossen. Der Fall sorgt in den USA für Diskussionen. Die Namen und Fotos der sieben beschuldigten Männer wurden in den sozialen Medien veröffentlicht. Der Fernsehsender CBS berichtete von Snapchat-Nachrichten, die in der Nacht des mutmaßlichen Übergriffs von zahlreichen Mitgliedern einer Gruppe namens Chi Phi Actives ausgetauscht wurden. In einer der Nachrichten soll einer der Männer andere mit den Worten »free pussy upstairs« zum Mitmachen aufgefordert haben. Die Frau hatte Angaben der New York Times zufolge im August 2022 ihr Bachelorstudium an der Universität begonnen, es jedoch abgebrochen, nachdem sie eigenen Angaben zufolge 2024 vergewaltigt worden sei. Sie war damals 20 Jahre alt und gehörte der Studentinnenverbindung Tri Delta an. Ihr Anwalt sagte, sie habe derzeit mit den Folgen des Vorfalls zu kämpfen und studiere nicht an der Universität.