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30.05.2026
10:20 Uhr
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Der stellvertretende CSU-Vorsitzende fordert Mut und Herz für eine Neuausrichtung seiner Partei. Bundeskanzler Merz attestiert er eine »starke Stellung« auf EU-Ebene.

Der stellvertretende CSU-Vorsitzende Manfred Weber legt mit seiner Forderung nach einer Neuausrichtung der Partei nach – und verstärkt den Druck auf CSU-Chef Markus Söder. »Wir brauchen den Mut, nicht den Umfragewerten zu folgen, sondern dem Herzen«, sagte Weber, der in Brüssel Vorsitzender der Europäischen Volkspartei ist, den Zeitungen der Funke Mediengruppe. »Die Menschen wollen spüren, dass die Volksparteien für etwas brennen.« Auf die Frage, ob er Parteichef Söder stürzen wolle, sagte Weber: »Mir geht es darum, in der Partei eine Debatte anzustoßen, die notwendig ist. Die Menschen wollen spüren, dass die Volksparteien für etwas brennen.« Um den Höhenflug der AfD zu beenden, reiche gutes Regieren allein nicht. »Wenn es uns nicht gelingt, eine Perspektive für morgen aufzubauen, werden wir Schwierigkeiten haben, den Populismus zu stoppen.« Die bayerische Landtagswahl 2028 sowie die Europa- und die Bundestagswahl 2029 seien »wichtige Wahlen für unsere Demokratie und für die CSU als Volkspartei«, sagte Weber. »Wir oder die Radikalen – darauf müssen wir uns jetzt programmatisch vorbereiten.« Weber will inhaltliche Debatten, keine Personalspekulationen Bei der jüngsten Kommunalwahl in Bayern habe die CSU unter Ministerpräsident Söder »leider ein durchwachsenes Ergebnis erzielt«, kritisierte Weber. »Die Wähler haben uns gezeigt, dass wir mehr tun müssen.« Neben der Lösung von Problemen sei auch »eine Idee von morgen« wichtig. »Dies fehlt ein Stück weit gerade.« Eigene Ambitionen auf den Parteivorsitz wollte Weber nicht bestätigen. »Ich will eine inhaltliche Debatte erzeugen – keine Personaldebatte, und ich bekomme von der Parteibasis viel Ermutigung, diese Debatte gerade jetzt nach den Kommunalwahlen zu führen.« Mit Söder sei er »im Austausch«. Angesichts der Spekulationen um einen Kanzlerwechsel stellte sich Weber hinter Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU). »Auf der europäischen Ebene hat Friedrich Merz eine starke Stellung. Er gestaltet die Debatte, hört aber auch zu«, sagte Weber der Funke Mediengruppe. Seine Führungskraft sei jetzt sehr wichtig.