Zeit 17.03.2026
08:12 Uhr

Blockade der Straße von Hormus: Hohe Gaspreise erschweren Vorrat für den Winter


Die Gasspeicherstände sind niedrig, die Preise sind hoch, dennoch ist die Versorgung derzeit gesichert. Betreiber warnen jedoch vor den Folgen für den kommenden Winter.

Blockade der Straße von Hormus: Hohe Gaspreise erschweren Vorrat für den Winter
Angesichts der hohen Gaspreise sehen sich Speicherbetreiber vor Schwierigkeiten bei der Vorbereitung auf den nächsten Winter. Derzeit fehlten jegliche ökonomische Anreize zur Speicherung von Gas, teilte die Initiative Energien Speichern (Ines) mit. Gas sei für den kommenden Winter derzeit günstiger als für den Sommer verfügbar. Vor dem Hintergrund der historisch niedrigen Ausgangsfüllstände stelle dies ein erhebliches Risiko für die kommende Winterversorgung dar. "Die Versorgung für den restlichen Winter ist gesichert. Die eigentliche Herausforderung liegt jetzt vor uns – bei der Wiederbefüllung der Speicher für den kommenden Winter", sagte Ines-Geschäftsführer Sebastian Heinermann. "Der Status quo ist nicht tragfähig – bestehende Mechanismen sichern die Gasversorgungssicherheit nicht ausreichend ab, weil die Anreize zur Befüllung der Gasspeicher unzureichend sind." Der gesetzliche und regulatorische Rahmen müsse weiterentwickelt werden. Auswirkungen des Irankriegs Die Situation derzeit zeige zudem, dass externe geopolitische Schocks die Marktanreize in kürzester Zeit vollständig aushebeln könnten. Die Blockade der Straße von Hormus infolge des Irankriegs hatte zu Preissteigerungen auf den globalen LNG-Märkten geführt. Europa bezieht nur einen kleineren Teil seiner Öl- und Gasimporte von Lieferungen durch die Straße von Hormus. Da Öl und Gas jedoch an weltweiten Börsen gehandelt werden, bekommen auch Konsumenten in Deutschland die Preiserhöhungen zu spüren. Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU) sprach sich am Montag gegen einen Preisdeckel aus . Staatliche Eingriffe in den Gas- oder Strommarkt führten "am Ende zu höheren Preisen", sagte Reiche am Rande eines Treffens der EU-Energieministerinnen und -minister in Brüssel. Das Treffen diente der Vorbereitung des EU-Gipfels am Donnerstag, bei dem es unter anderem um mögliche Entlastungen für Privathaushalte und Unternehmen angesichts der steigenden Energiepreise gehen soll.