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05.10.2026
18:27 Uhr
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Begierde ist individuell wie ein Fingerabdruck, sagt die Paartherapeutin Sonja Bröning. Nur wer bestimmt mit, was wir wollen? Und wie erzählen wir unseren Partnern davon?

Wen wir begehren, ist manchmal nicht leicht zu erklären. Und wenn die Lust gerade in Langzeitbeziehungen schwindet, wird sie oft zum Problem: »Wir sollen ja wollen«, sagt die Entwicklungspsychologin und Paartherapeutin Sonja Bröning. »Das macht es uns schwer.« Denn Begierde hängt mit dem zusammen, was wir in unseren Partnern alles sehen: beste Freunde, emotionale Heimat, erotische Wunschfiguren. Vielleicht zu viel und doch untrennbar miteinander verwoben. Unsere Begierde ist etwas, das sich am Ende nicht kontrollieren lässt und das keine Paartherapie fixen kann. Und auch nicht versuchen sollte, erzählt Sonja den Podcasthosts Melanie Büttner und Sven Stockrahm. Was gelingen kann: dass Menschen zur Anfangsmagie ihrer Beziehung zurückfinden, wenn sie sich erst mal durchs Dickicht ihrer Sehnsüchte, Ansprüche und Bedürfnisse gewühlt haben. Die ganze Folge hört ihr oben auf dieser Seite. Mehr zu unserer Gästin und weitere Infos Diese Folge wurde live auf dem Harbour Front Literaturfestival vor Publikum aufgezeichnet. Sonja Bröning ist Professorin für Entwicklungspsychologie an der Medical School Hamburg und forscht zu Beziehungen und Sexualität. Zugleich arbeitet sie als systemische Paar- und Sexualtherapeutin in eigener Praxis. Mehr zu ihrer Arbeit erfahrt ihr auf ihrer Website und auf Instagram . Im Sommer 2026 ist das Sachbuch Vielfältige Liebe – Polyamorie gestalten von Agostino Mazziotta und Sonja Bröning erschienen Weitere Podcastfolgen zum Thema Mehr zum Sex- und Beziehungspodcast Kennst du unser Buch? Ist das normal? Sprechen wir über Sex, wie du ihn willst Folge den Hosts, der Ärztin und Sexualtherapeutin Melanie Büttner und dem ZEIT-Ressortleiter Wissenschaft, Sven Stockrahm, auf Instagram unter @dr.melanie.buettner und @svensonst . Falls du eine Frage oder Anregung hast, schreib uns eine E-Mail an istdasnormal@zeit.de . Oder stelle deine Frage als Sprachnachricht und schicke die Datei ebenfalls an die E-Mail-Adresse.