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01.10.2026
15:57 Uhr
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Mehr als 74.000 Jungaale sind in die Schlei ausgesetzt worden. Besatzaktionen habe es nicht nur in Maasholm, sondern zuvor am Tag auch beispielsweise in Arnis und Kappeln gegeben, sagte Schleifischer Olaf Jensen. Die Fischer tragen eigenen Angaben zufolge so dazu bei, die inzwischen wieder anwachsende Population des Wanderfisches im Ostseeraum weiter zu stärken. Das «Aalutsetten in de Schlie» wird dieses Jahr zum 17. Mal von Fischern und Anglern gemeinsam organisiert. In großen Tanks wurden die Jungaale von einer speziellen Aalfarm in den Hafen von Maasholm gebracht und anschließend in mit Wasser gefüllten Kisten auf Boote verteilt. Auf der Schlei wurden die Mini-Aale ins Wasser gelassen. Auch Fischereiministerin Cornelia Schmachtenberg half beim Wiegen und Aussetzen mit. Ein heute ausgesetzter Winzling braucht mindestens drei bis vier Jahre, um das Mindestmaß von aktuell 45 Zentimetern zu erreichen. Im Frühjahr dieses Jahres wurden bereits 1,05 Millionen Glasaale - das sind Aale von nur rund 0,33 Gramm Gewicht - in neun verschiedene Gewässer in ganz Schleswig-Holstein ausgesetzt, davon etwa 780.000 Stück in die Schlei. Die Aale, die nun ausgewildert wurden, wiegen demnach immerhin schon 5 Gramm. Insgesamt wurden damit dieses Jahr 854.000 junge Aale in die Schlei entlassen, wie Jensen in Maasholm sagte. Ihr Gesamtwert beläuft sich auf 98.000 Euro ohne Mehrwertsteuer. Auch in anderen Bundesländern, etwa in Mecklenburg-Vorpommern und Brandenburg, gibt es Besatzaktionen. Die Glasaale werden an der europäischen Atlantikküste gefangenen und anschließend in speziellen Aalfarmen aufgezogen. © dpa-infocom, dpa:261001-930-775377/1