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19.03.2026
10:35 Uhr
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Der Autozulieferer ZF aus Friedrichshafen hat im vergangenen Jahr mehr als zwei Milliarden Euro Verlust gemacht. ZF-Chef Miedreich spricht von einem "Einmaleffekt".

Der Autozulieferer ZF hat im vergangenen Jahr seinen Verlust verdoppelt. Das Minus für 2025 stieg auf 2,1 Milliarden Euro, wie das Unternehmen in Friedrichshafen am Bodensee mitteilte. Schon 2024 verlor das Unternehmen knapp über eine Milliarde Euro . Das Unternehmen gibt als Grund vor allem den Konzernumbau an. "Die Abschreibungen unprofitabler Projekte haben einen Einmaleffekt auf unsere Bilanz für 2025", sagte ZF-Chef Mathias Miedreich. "Aber so nehmen wir Steine aus dem Rucksack für den Aufstieg in den kommenden Jahren." 38,8 Milliarden Euro konnte der ZF-Konzern im vergangenen Jahr an Erlösen erzielen. Das ist ein Rückgang von rund sechs Prozent oder 2,6 Milliarden Euro im Vergleich zum Vorjahr. "Wir sehen keine durchgreifende Belebung der Nachfrage", sagte Finanzvorstand Michael Frick. Es gelte, in einer Situation ohne nennenswertes Marktwachstum zu bestehen. Ebit gestiegen, dennoch hohe Schulden Operativ habe ZF Fortschritte erzielt. So sei das bereinigte operative Ergebnis (Ebit) von rund 1,47 Milliarden Euro auf rund 1,75 Milliarden Euro gestiegen. Dennoch bleibt der Konzern hoch verschuldet. Zwar habe ZF im vergangenen Jahr seine Finanzverbindlichkeiten um 250 Millionen Euro reduziert. Es bleibt aber eine Nettoverschuldung in Höhe von 10,2 Milliarden Euro. Außerdem sank die Eigenkapitalquote 2025 um mehr als fünf Prozentpunkte auf 13,3 Prozent. Die Eigenkapitalquote gilt als eine der zentralen Kennzahlen für die finanzielle Stabilität eines Unternehmens. Abbau von bis zu 14.000 Stellen Für das laufende Geschäftsjahr rechnet ZF nicht wirklich mit einer Besserung der Lage. Bei stabilen Wechselkursen geht der Konzern für das Jahr 2026 von einem Umsatz von über 38 Milliarden Euro aus. "Wir werden uns Schritt für Schritt wieder die Profitabilität erarbeiten", sagte Vorstandschef Miedreich . In den kommenden Jahren will ZF bis zu 14.000 Stellen in Deutschland abbauen . Ende 2025 beschäftigte der Konzern laut Mitteilung weltweit 153.153 Menschen – rund fünf Prozent weniger als im Vorjahr. In Deutschland habe sich die Mitarbeiterzahl nominell ebenfalls um rund fünf Prozent auf etwas mehr als 49.000 verringert. Damit liege ZF auf Kurs beim Stellenabbau. ZF ist einer der weltweit größten Automobilzulieferer. Der Konzern gehört zu 93,8 Prozent der Zeppelin-Stiftung, die vom Oberbürgermeister der Stadt Friedrichshafen geführt wird. Das Unternehmen leidet wie viele andere unter der schwachen Konjunktur und der niedrigen Nachfrage – vor allem nach E-Autos .