Zeit 11.03.2026
14:04 Uhr

Autobahn-Bau: Bund investiert 170 Millionen Euro in Sachsens Autobahnen


Autobahn-Bau: Bund investiert 170 Millionen Euro in Sachsens Autobahnen
Der Bund investiert im laufenden Jahr insgesamt 170 Millionen Euro in Sachsens Autobahnen. "Das ist ein Betrag, der nicht jedes Jahr zur Verfügung steht", sagte Christian Milster, Leiter der Außenstelle Dresden der Autobahn GmbH des Bundes. Demnach steigt das Investitionsvolumen deutlich. In den vergangenen beiden Jahren hätten jeweils rund 130 Millionen Euro zur Verfügung gestanden. Grund sei der Bedarf an Erneuerung, da die Fahrbahn an vielen Stellen durch Schäden oder Alter an die Grenzen ihrer Lebenszeit gerate. Rund 1.000 Kilometer Fahrbahn und etwa 1.000 Brückenbauwerke liegen im Verantwortungsbereich der Außenstelle Dresden der Autobahn GmbH. In den kommenden 15 Jahren "keine ruhigen Jahre" Schwerpunkte der Baumaßnahmen 2026 liegen laut Milster auf der A4 im Bereich des Autobahnkreuzes Chemnitz sowie in Ostsachsen, sowie auf A72 und A38 im Bereich Leipzig. Ziel sei es, sämtliche Baumaßnahmen unter laufendem Verkehr abzuwickeln, so Milster weiter. Der Investitionsbedarf bleibe auch künftig hoch, prognostiziert der Außenstellenleiter. In den kommenden 10 bis 15 Jahren werde es "keine ruhigen Jahre" geben, weil viele Strecken sanierungsbedürftig werden. Lückenschluss der A72 bis Ende 2027 Den von vielen Pendlern sehnsüchtig erwarteten Lückenschluss der A72 zwischen Chemnitz und Leipzig stellt die zuständige Fachbereichsleiterin Annette Möbius für Ende 2027 in Aussicht. In diesem Jahr wird auf dem letzten im Bau befindlichen Teilstück zwischen Rötha und dem Autobahnkreuz Leipzig vor allem die Fahrbahn in Richtung Leipzig fertiggestellt. Dabei wird die bislang genutzte Betonfahrbahn im letzten Schritt durch sogenannten offenporigen Asphalt - umgangssprachlich auch "Flüsterasphalt" genannt - ersetzt. Ab Oktober beginnen die Arbeiten in der Gegenrichtung. © dpa-infocom, dpa:260311-930-801517/1