Zeit 07.10.2026
17:25 Uhr

(+) »Jay-Z in 8«: Wie viel Legendenbildung braucht man als lebende Legende noch?


Der Musiker Jay-Z spricht in einer Doku über: Jay-Z. Dabei lernt man viel über seinen Reichtum, seine Therapien und seinen amerikanischen Traum.

(+) »Jay-Z in 8«: Wie viel Legendenbildung braucht man als lebende Legende noch?
Jay-Z, 56 Jahre alt, hat in seinem Leben bereits eine ganze Menge geregelt bekommen, wie wir wissen. Er rappt ja auch ganz zentral darüber, wie smart er die Dinge im Allgemeinen geregelt bekommt, und er rappt unglaublich, so behend wie John Coltrane Saxofon spielte: Seine Sätze wirken niemals eingeschränkt durch die Anpassung an die Takte, dennoch passt in seinen Strophen alles zusammen, gibt es da eine Symmetrie, die einen beim Hören komplett umhauen kann – komischerweise, obwohl seine Texte meist kalt sind. Mit einem geschätzten Vermögen von 2,8 Milliarden US-Dollar gilt er außerdem als der wohlhabendste Musiker der Geschichte; Geld ist also nicht sein Problem, wenn überhaupt, dann geht es um Ruhm und Ehre. Eine anonyme Frau, die angab, im Jahr 2000 im Alter von 13 Jahren von Jay-Z vergewaltigt worden zu sein und zunächst Klage eingereicht hatte, gab gerade in einer öffentlichen Erklärung bekannt, den Rapper noch nie in ihrem Leben getroffen zu haben. Ein Zusammenhang wäre rein spekulativ, doch etwa zeitgleich zu dieser Erklärung erschien die achtteilige, von Jay-Z produzierte sogenannte Dokumentation Jay‑Z in 8 beim Streamingdienst Mubi. Dabei handelt es sich um ein Gesprächsformat mit Rick Rubin, einem der einflussreichsten Musikproduzenten der sogenannten Gegenwart, welches man vielleicht einfach Podcast nennen würde, hätte man nicht Jay-Zs Selbstbewusstsein.