Zeit 21.03.2026
05:57 Uhr

(+) Zwangsversteigerung von Immobilien: So kriegen Sie die Schnäppchen-Wohnung


An günstige Immobilien kommt man bei Zwangsversteigerungen. Wie man prüft, ob sich der Kauf wirklich lohnt. Und was hilft, gegen andere Bieter zu bestehen.

(+) Zwangsversteigerung von Immobilien: So kriegen Sie die Schnäppchen-Wohnung
Christopher Groll hat ein Haus für 17.500 Euro gekauft. Stolz erzählt er von seinem Heim, den 120 Quadratmeter Wohnfläche, dem Garten, dem Pool, den zwei modernen Bädern. "Das war der Glücksgriff meines Lebens", sagt er. Mit seiner Lebensgefährtin und den zwei gemeinsamen Kindern lebt er in Roßbach im Westerwald, einem Ort mit 800 Einwohnern. Das Haus kaufte er 2011 in der dritten Runde einer Zwangsversteigerung. Die bisherige Eigentümerin konnte ihren Kredit nicht mehr bedienen, die Bank wollte die Immobilie loswerden. Groll bekam den Zuschlag. "Ich war der einzige Bieter", erinnert er sich. Als Dachdecker renovierte er das Haus selbst: tapezierte die Wände, flieste die Bäder und tauschte die Elektrik. Inklusive der Renovierung kostete ihn das Haus etwa 120.000 Euro, schätzt er. Zum Vergleich: Der Durchschnittspreis für ein Einfamilienhaus in Roßbach in dieser Größe liegt heute bei knapp 220.000 Euro.