Zeit 11.03.2026
06:00 Uhr

(+) Türkei und Iran: Die Sorge ist groß, in den Krieg hineingezogen zu werden


Zwei Raketen feuerte der Iran auf die Türkei. Deren Regierung will den Krieg aussitzen. Dabei könnte sie selbst schneller zur Kriegspartei werden, als ihr lieb ist.

(+) Türkei und Iran: Die Sorge ist groß, in den Krieg hineingezogen zu werden
Raketenalarm in der Türkei. Zum zweiten Mal binnen weniger Tage nahm eine ballistische Rakete aus dem Iran Kurs auf das Nato-Land. Die Türkei hat für solche Fälle theoretisch zwei Luftabwehrsysteme. Eins kam 2019 aus Russland. Für die Nato ist das ein Problem. Diesen Kauf bezahlt die Türkei daher noch immer mit Sanktionen durch die USA. Die Rohre der russischen S-400-Luftabwehr kommen nicht zum Einsatz, noch immer werden sie irgendwo in Kisten aufbewahrt. Das zweite System stammt aus türkischer Produktion. Der "Steel Dome" wurde vor nicht einmal einem Jahr feierlich in Betrieb genommen, ist aber noch nicht in allen Funktionen einsatzfähig. Die beste Luftverteidigung der Türken sind daher die Amerikaner. Die iranische Rakete wurde wie schon die vor ein paar Tagen von der Luftabwehr der Nato abgeschossen. Die USA erhöhten daraufhin ihre Reisewarnung für den Südosten der Türkei und evakuierten Personal aus ihrem Konsulat in Adana. Stunden später verlegten sie Luftabwehrsysteme vom Typ Patriot nach Malatya, in Richtung syrischer Grenze. Eine "notwendige Maßnahme, um den eigenen Luftraum zu schützen", schrieb das türkische Außenministerium dazu.