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07.10.2026
20:21 Uhr
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Es gibt zwei unversöhnliche Antworten darauf, warum in Frankreich die Schülerproteste eskalieren. Sie offenbaren die Spaltung des Landes in rechts und links.

Sind es berechtigte Proteste, oder ist es blinde Gewalt? Fast 900 weiterführende Schulen blieben am Dienstag dieser Woche ganz oder teilweise geschlossen. Dutzende Schulgebäude sind seit Ende September beschädigt, verwüstet oder in Brand gesetzt worden. Mindestens 215 Schülerinnen und Schüler, fast 80 Lehrer und weit über 700 Polizisten sind bei den Auseinandersetzungen verletzt worden. Das ist selbst für Frankreich, wo Proteste regelmäßig in Gewalt umschlagen, eine erschütternde Bilanz. Wer ist dafür verantwortlich? Begonnen hat alles in Créteil, einer Vorstadt von Paris. Am dortigen Lycée Saint-Exupéry hatten zunächst mehrere Lehrerinnen und Lehrer die Arbeit niedergelegt, anders als in Deutschland dürfen in Frankreich verbeamtete Lehrer streiken. Die Lehrkräfte in Créteil forderten mehr Personal, denn auch zwei Wochen nach den Sommerferien waren offene Stellen an der Schule nicht nachbesetzt. Der Lehrermangel und die damit verbundenen Stundenausfälle sind ein wiederkehrendes Problem an vielen französischen Schulen. Wenige Tage später schlossen sich Schülerinnen und Schüler dem Protest ihrer Lehrer an und blockierten die Schule.