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08.10.2026
19:54 Uhr
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Ich weiß immer, wie es Vincent geht. Auch wenn wir uns kaum sehen. Das hat mit einer neuen Form von Männerfreundschaft zu tun, die ich allen sehr empfehle.

Freundschaften zwischen M\u00e4nnern sind in den vergangenen Jahren ja haupts\u00e4chlich als defizit\u00e4r beschrieben worden. Sie sind entweder ein Problem \u2013 weil zu wenige welche haben \u2013 oder ein Witz. Zwei M\u00e4nner starten einen Podcast, um endlich mal wieder \u00fcber ihre Gef\u00fchle sprechen zu k\u00f6nnen. So auf diese Art. Manche schreiben auch einen Text. Jaja, ist ja gut. Vergangenes Jahr las ich dann in The Atlantic noch einen Text dar\u00fcber, wie qualvoll es doch sei, mit M\u00e4nnern zu texten. M\u00e4nner antworteten nicht, weil sie nicht needy erscheinen wollten. Und auch grunds\u00e4tzlich seien M\u00e4nner schlecht in allem, was connection angehe. Geschrieben wurde der Text von einem Mann, der gern mit einem anderen Mann befreundet gewesen w\u00e4re. Er traf ihn, schrieb ihm danach aus dem Nichts, ob der sich dieses oder jenes Album mal anh\u00f6ren wolle. Der Typ antwortete nie. Also, schlussfolgerte der Autor, m\u00fcsse die Digitalisierung schuld daran sein, sie entfremde M\u00e4nner in Freundschaften \u00fcberproportional voneinander.