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09.10.2026
05:53 Uhr
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Der Getränkehersteller Lemonaid verkauft abseits der Börse mehr als eine Million Aktien. Unser Autor hat sieben davon erworben. Ist das ein gutes Investment?

Dass ich bei genau diesem Video auf Instagram h\u00e4ngen geblieben bin, lag eigentlich nur am Untertitel. Dort leuchtet in wei\u00dfer Schrift auf schwarzem Grund auf: \u00bbLemonaid wird eine Aktiengesellschaft. Aber keine normale.\u00ab Der zweite Satz machte mich neugierig. Als Finanzjournalist besch\u00e4ftige ich mich naturgem\u00e4\u00df mit Unternehmen, die Aktien ausgeben, um Geld von Anlegern einzusammeln. Was hatte es damit auf sich? Nach ein paar Klicks fand ich eine Infobrosch\u00fcre mit viel Prosa: \u00bbWir wollen nie blo\u00df Limonade (...) verkaufen, um euren Durst zu stillen. Wir haben das Projekt (...) gegr\u00fcndet, um sozialen Wandel aktiv mitzugestalten\u00ab, steht dort. Und: \u00bbWir wollen gemeinsam mit euch trinkend die Welt ver\u00e4ndern.\u00ab Aber auch erste Fakten finden sich dort. Lemonaid, 2009 gegr\u00fcndet und bekannt f\u00fcr seine Bio-Limonade und seinen Tee in bunten Flaschen, gibt Aktien aus, ohne an die B\u00f6rse zu gehen. Wer die Aktien zeichnet, wird Shareholder, oder wie Lemonaid sagt: \u00bbFairholder\u00ab. Ein Teil der Erl\u00f6se aus dem Limo-Verkauf flie\u00dft in soziale Projekte, damit grenzt sich Lemonaid von Gro\u00dfkonzernen ab. Mitglied darf deshalb auch nur werden, wer kein Gro\u00dfaktion\u00e4r ist. Au\u00dferdem muss man mindestens sieben Aktien \u00fcber eine Crowdinvesting-Plattform kaufen, Kostenpunkt je Aktie: 39,90 Euro. Daf\u00fcr verspricht das Unternehmen Mitsprache, Teilhabe an einer Wachstumsgeschichte, m\u00f6gliche Gewinnaussch\u00fcttungen.