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14.08.2026
05:35 Uhr
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Er läuft, wankt, fällt und rollt ins Ziel: Leo Neugebauer rettet mit letzter Kraft seinen Europameistertitel im Zehnkampf. Und zeigt den ganzen Charme seiner Sportart.

Leo Neugebauer hat so viel hinter sich gebracht an diesen zwei Tagen. Er ist 100 und 400 Meter gelaufen, hat eine Kugel gestoßen, einen Diskus geworfen und einen Speer. Er ist weit- und hochgesprungen, Letzteres einmal mit Stab und einmal ohne, und ist auch noch über Hürden gelaufen. Das alles hat er geschafft. Doch der abschließende 1.500-Meter-Lauf hätte keine zwei Meter länger sein dürfen. Auf der Zielgeraden dieser letzten Disziplin des Zehnkampfs wurde Neugebauer immer langsamer, der Schritt schleppender. Etwa zwanzig Meter vor der Ziellinie war nicht ausgemacht, ob es der Deutsche überhaupt ins Ziel schaffen würde, so sehr schaukelte er über die Tartanbahn. Mit letzter Kraft schließlich schleppte er sich bis in die Nähe der Linie, ließ sich noch vor ihr fallen und kam schließlich halb hechtend, halb rollend ins Ziel. Erneut ein filmreifes Ende eines Zehnkampfs – und erneut heißt der Sieger Leo Neugebauer.