Zeit 10.08.2026
08:39 Uhr

(+) Kürzung der Schulbegleitung: »Ich weiß nicht, wie wir als Familie noch funktionieren sollen«


Hanna hat Autismus und braucht intensive Betreuung. Doch im Zug einer umstrittenen Reform kürzt Hamburg die Schulbegleitung drastisch. Ihre Mutter erzählt von den Folgen.

(+) Kürzung der Schulbegleitung: »Ich weiß nicht, wie wir als Familie noch funktionieren sollen«
In Hamburg gilt die Inklusion: Alle Kinder sollen dieselben Schulen besuchen können. Damit das gelingt, gibt es Schulbegleiter. Sie helfen Kindern, die eine besondere Betreuung brauchen, am Schulalltag teilzunehmen. Im letzten Schuljahr erhielten hamburgweit 4.011 Kinder und Jugendliche eine solche Begleitung – die Zahl war zuletzt massiv gestiegen, 2014 waren es noch rund 1.600 Kinder. Zum kommenden Schuljahr soll die Schulbegleitung neu geordnet werden. Eltern und Wohlfahrtsverbände protestieren: Sie klagen, die Stadt spare an den Schwächsten. Schulsenatorin Ksenija Bekeris (SPD) bestreitet dies – mit der Neuordnung seien keine Einsparungen verbunden. Dennoch berichten Eltern, für ihre Kinder sei überraschend das Stundenkontingent der Schulbegleiterinnen und Schulbegleiter gekürzt worden. Wie viele Kinder betroffen sind, hat die Schulbehörde bisher nicht beziffert. Die Hamburgerin Susanna Wamala hat eine autistische Tochter, Hanna, der für das kommende Schuljahr mehr als die Hälfte der Schulbegleitungsstunden gekürzt wurden. Warum Hanna auf die Hilfe angewiesen ist und was der Entscheid für ihre Familie bedeutet, erzählt Susanna Wamala im Interview.