Zeit 04.10.2026
16:56 Uhr

(+) Kölner Oper: Kölle, et is jot jejange


Mit elf Jahren Verspätung eröffnet die Kölner Oper wieder. Der Bau ist prächtig, die Gastro muss noch üben – und was ist mit der Kunst los? 

(+) Kölner Oper: Kölle, et is jot jejange
Eine lange Menschenschlange ringelt sich an diesem Sonntagnachmittag ums Kölner Opernhaus herum und über einen betont kurz gehaltenen roten Teppich bis ins Haus hinein. Manche Damen sind wie Christbäume geschmückt, einige Herren haben ihre Smokings entstaubt. Auch das Wetter könnte prächtiger nicht sein. Viel lokale und überregionale Prominenz ist da, nur Elke Heidenreich weilt gerade im Engadin, und Hendrik Wüst und Friedrich Merz haben dringendere Geschäfte. 1957, als das Opernhaus eröffnet wurde, saß Konrad Adenauer im Parkett – aber der war eben nicht nur Mitbegründer der CDU und amtierender Bundeskanzler (mit 50,2 Prozent für die Union bei der Wahl in jenem Jahr), sondern auch Ex-Oberbürgermeister der Stadt und ein echter Kölscher Jong.