Zeit 08.03.2026
09:40 Uhr

(+) Feministische Väter: "Es reicht nicht, seine Frau und Töchter zu lieben"


Feminismus ist keine abstrakte Theorie, sondern erfordert täglichen Einsatz, auch von Männern. Drei Väter erzählen, wie sie das im Alltag mit ihren Kindern umsetzen.

(+) Feministische Väter:
Als Kommunalpolitiker setzt sich Mirko Kruschinski, 50, für Frauen und feministische Themen ein. Der Versicherungskaufmann hat eine 18-jährige Tochter und lebt mit ihr und seiner Frau in Menden in Nordrhein-Westfalen. Als ich erfuhr, dass wir ein Mädchen erwarten, hat das viel in mir angestoßen. In was für eine Welt wird meine Tochter hineingeboren? Wie kann ich dazu beitragen, dass sie ein starkes Mädchen wird? Für meine Frau und mich stand fest, dass wir die Care-Arbeit gemeinsam übernehmen. Ich bin selbstständig und meine Frau ist bei mir angestellt. Unsere Erwerbsarbeit haben wir aufgeteilt: Wenn ich im Büro war, war sie zu Hause und umgekehrt. Mal habe ich 70 Prozent gearbeitet und sie 30, mal war es umgekehrt. Und wenn einer von uns krank war oder beim kranken Kind blieb, hat der andere 100 Prozent der Arbeit übernommen.