Zeit 06.10.2026
05:31 Uhr

(+) Eigenheim: Braucht es wirklich mehr Eigentümer in Deutschland?


Deutschland ist ein Mieterland. Das macht vielen den Vermögensaufbau schwerer. Warum vergleichsweise wenig Menschen im eigenen Haus leben – und wie sich das ändern ließe.

(+) Eigenheim: Braucht es wirklich mehr Eigentümer in Deutschland?
Erst kürzlich sorgte eine Zahl für Aufregung: Eine Studie des Pestel-Instituts belegte, dass nur 43,5 Prozent der Haushalte in Deutschland im eigenen Zuhause leben. Das ist der niedrigste Wert seit 20 Jahren. Und der Befund deckt sich mit Daten der Statistikbehörde Eurostat, aus denen Ähnliches mit anderer Erhebungsmethodik hervorgeht: Nirgends in der Europäischen Union wohnen mehr Menschen zur Miete (52,8 Prozent) und weniger im Eigenheim. Daran dürfte sich so schnell auch nichts ändern – eher im Gegenteil: Die zuletzt spürbar gestiegenen Bauzinsen bremsen die Nachfrage nach Häusern und Wohnungen zum Kauf. Wie das jüngst veröffentlichte »Wohnbarometer« von Immoscout24 zeigt, interessieren sich insbesondere in den teuren Metropolen wieder mehr Menschen für Mietwohnungen als für Objekte zum Kauf. »Wir sehen, dass die Menschen zwar nach Eigentumswohnungen suchen, aber seltener Kontakt zu den Verkäufern aufnehmen und stattdessen in den Mietmarkt wandern«, sagt Gesa Crockford, Geschäftsführerin von ImmoScout24.