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07.08.2026
09:36 Uhr
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Dieter Hallervorden verkörpert im CDU-Wahlkampf mit Ministerpräsident Sven Schulze den Zeitgeist: als emotionaler Nicht-Wähler, Politikverächter und ewiger Miesepeter.

Dieter Hallervorden hat sich schon einmal prominent in einen Wahlkampf eingemischt. Das war 1988. In dem Kinofilm Der Experte spielte er einen Automechaniker namens Willi Schulze, der nach einem Unfall sein Gedächtnis verliert. Durch ein Versehen wird Schulze dann für einen Wahlkampfberater aus den USA gehalten; den Wahlkampf einer an die CDU angelehnten fiktiven Volkspartei mischt er mit markigen Sprüchen auf: »Wir müssen mehr Dampf machen.« Kurz vor der Wahl kommt seine Erinnerung zurück, und Willi Schulze alias Hallervorden ekelt sich, nun ganz mechanikermäßig ehrbarer Typ, unsäglich vor dem Wahlkampf, vor der Sprache, den nie einzuhaltenden Versprechen, der gesamten politischen Kultur, all diesen Politikern. In ihm steigt eine selbstgerechte moralische Empörung auf, und er tritt vors Volk, enthüllt, lässt die Bürger ins Hinterzimmer der Macht blicken. Selbstredend erschauert das Publikum, wendet sich von den Volksparteien ab. Aus Bürgern werden Nichtwähler, angeführt von Ober-Nichtwähler Dieter Hallervorden, hier noch in der Rolle des Willi Schulze.