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18.08.2026
05:21 Uhr
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Ausgerechnet Paare, die ihren Haushalt nicht traditionell aufteilen, scheitern öfter. Wie der Job schädlich für die Liebe ist – und was Paare dagegen tun können.

Wenn Tina Brosius* auf ihre Ehe zurückblickt, erinnert sie sich vor allem an Stress und Streit. Schon als ihre beiden Kinder jung waren, arbeitete ihr Mann als Industriemechaniker im Schichtbetrieb: Manchmal hatte er Frühdienst, dann Spätschicht, vier Wochen im Jahr arbeitete er nachts. Ständig musste die Familie den Alltag umstrukturieren. Ihren Job in der Öffentlichkeitsarbeit einer Firma hatte Brosius bereits mit der Geburt des ersten Kindes aufgegeben. »Ich habe früh erkannt, dass es für uns nicht machbar ist, wenn beide Eltern Vollzeit arbeiten wollen«, sagt die heute 57-Jährige. Der Alltag mit zwei Kindern und einem Mann im Schichtdienst sei anstrengend gewesen. Ihr eigenes Geld verdiente sie freiberuflich, erst als Autorin für eine Zeitung, dann als Rednerin auf Hochzeiten und Trauerfeiern.