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06.08.2026
05:21 Uhr
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Der US-Präsident kassiert an der Börse: Weil er auf Kurse setzt, die er selbst beeinflusst. Sein Insider-Wissen verkauft er jetzt – über den Erstzugang zu seinen Posts.

Am Vormittag des 1. Juli tauchte auf der Plattform X ein Konto auf, das Anlegern in aller Welt großen Reichtum versprach. Das bis dahin unbekannte @TrumpsPortfolio verkündete, dass der US-Präsident im ersten Quartal 3.500 Börsengeschäfte abgewickelt und damit Milliarden verdient habe. »Wir werden alle seine Trades verfolgen und schmutzig reich werden«, stand da. »Macht mit!« Binnen Stunden hatte der Post Zehntausende Likes, nach einem Tag folgten dem Konto mehr als 70.000 Menschen. Inzwischen sind es 172.000. Wer dahintersteckt, verrät der Betreiber nicht – kein Name, kein Gesicht, keine Antwort auf Fragen der ZEIT. Über sich selbst schreibt er nur, dass er tagsüber Aktien analysiere und sein eigenes Geld verwalte, nachts diesen Account mit Finanzempfehlungen betreibe. Gerne formuliert er auch im Donald-Trump-Parodietonfall: Er betreibe den großartigsten Account auf X überhaupt. »Thank you for your attention to this matter.«