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12.03.2026
13:09 Uhr
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Streiten, kämpfen, vertragen – mit niemandem lernt man das besser als mit Geschwistern. Heißt es. Forscher konnten zeigen: Es stimmt. Wenn man ein Buntbarsch ist.

Einzelkindern wird nachgesagt, sie seien egoistisch, könnten nicht teilen und müssten immer das letzte Wort haben. Wer dagegen Geschwister habe, sei sozialer. Wissenschaftler haben das jetzt getestet – bei Fischen. Sie wollten wissen, wie sich das Zusammenleben im familiären Schwarm auf das Sozialverhalten auswirkt. Die Prinzessin vom Tanganjikasee ist ein passendes Forschungsobjekt für diese Frage, sie wächst mit bis zu 150 Geschwistern auf. Mit ihnen sucht sie Plankton oder Insektenlarven und schwimmt an den Felswänden des Tanganjikasees entlang. Der liegt in Ostafrika und ist etwa 35-mal so groß wie Berlin. Ein beachtliches Reich für die nur ein paar Zentimeter große Prinzessin, die den Namen Neolamprologus pulcher trägt. Pulcher heißt auf Lateinisch "schön". Gut möglich, dass Aquariumfans sie aus diesem Grund Prinzessin nennen. Bürgerlich heißt sie schlicht: Afrikanischer Buntbarsch.