Welt 20.07.2026
01:17 Uhr

Weltmeister-Foto – Trump bleibt einfach auf der Bühne stehen


Spanien ist Weltmeister und Donald Trump überreicht mit Fifa-Präsident Gianni Infantino den Pokal. Der US-Präsident bleibt danach einfach auf dem Siegerpodest stehen. Infantino knickt sofort ein.

Weltmeister-Foto – Trump bleibt einfach auf der Bühne stehen

Donald Trump schüttelte geduldig Hände und überreichte fleißig Medaillen. Der US-Präsident ehrte nach dem WM-Finale erst die unterlegenen Argentinier (verlinkt auf https://www.welt.de/sport/fussball/wm/article6a5d4b2561b8a80211aae5a5/argentinien-spanien-der-schlechte-verlierer-paredes-schlaegt-nach-dem-spiel-um-sich.html) und überreichte dem Team um Lionel Messi die Silbermedaillen. Dann war der Weltmeister Spanien (verlinkt auf https://www.welt.de/sport/fussball/wm/article6a5d3ed261b8a80211aae52d/wm-2026-messi-und-argentinien-entthront-spanien-zum-zweiten-mal-weltmeister.html) dran. Zusammen mit dem Fifa-Präsidenten Gianni Infantino (verlinkt auf https://www.welt.de/themen/gianni-infantino/) gratulierte er jedem einzelnen Spieler des neuen Weltmeisters. Die Spanier nahmen die Glückwünsche der beiden Präsidenten mit unterschiedlicher Euphorie entgegen. Allen voran Jungstar Lamine Yamal, der sowohl Trump als auch Infantino die Hand mit auffälliger Lustlosigkeit gab. Als alle Spieler und Trainer an der Gratulationsreihe, zu der auch der spanische König Felipe und die Königin Letizia gehörten, vorbeigegangenen waren, kam es endlich zur Pokalübergabe. Im Gleichschritt gingen Trump und Infantino die wenigen Meter zum Siegerpodest – beide die Hände am Pokal. Dann endlich der große Moment nach 104 Spielen bei der XXL-Weltmeisterschaft: Trump und Infantino übergaben Spaniens (verlinkt auf https://www.welt.de/themen/spanien/) Kapitän Rodri den Pokal. Infantino verdrückte sich von der Bühne und wollte den Spaniern das Rampenlicht überlassen. Doch er machte die Rechnung ohne den US-Präsidenten – Trump blieb einfach stehen. Infantino versucht, Trump vom Siegerpodest zu holen Infantino versuchte noch, den 80-Jährigen dazu zu bewegen, ihm zu folgen. Dies gelang ihm aber nicht. Also huschte der Fifa-Präsident zurück zu Trump und stellte sich einen Meter abseits des Geschehens. Trump redete noch kurz mit Rodri und ging dann wenigstens einen Meter zur Seite. Als der Kapitän den Pokal in die Höhe reckte, stand der US-Präsident aber noch in der Spielertraube. So sicherte er sich, auf den Weltmeister-Fotos vertreten zu sein. Die Siegerehrung begann für die beiden Präsidenten mit einem Pfeifkonzert. Als sie den Rasen betraten, wurden Trump und Infantino von großen Teilen des Publikums ausgebuht. Schon bei der Klub-WM im vorigen Sommer hatte Trump nach dem Finalsieg des FC Chelsea über Paris Saint-Germain die Trophäe übergeben – und dabei für Aufsehen und Verwirrung gesorgt. Als Chelsea-Kapitän Reece James den Pokal in den Händen hielt, blieb Trump einfach auf der Bühne. Reece schaute den US-Präsidenten fragend an und reckte die Trophäe schließlich jubelnd in die Höhe, während Trump inmitten der Chelsea-Profis stand.