Welt 10.08.2026
15:52 Uhr

Weitsprung-Weltmeister wird im Rollstuhl aus dem Stadion geschoben


Als Mitfavorit ging Mattia Furlani in den Weitsprung-Wettkampf der Leichtathletik-EM in Birmingham. Doch schon in der Qualifikation verletzte er sich folgenschwer. Auch ein Deutscher hatte Pech.

Weitsprung-Weltmeister wird im Rollstuhl aus dem Stadion geschoben

Der italienische Weitsprung-Weltmeister Mattia Furlani ist bei den Leichtathletik-Europameisterschaften in Birmingham nach einer Verletzung im Rollstuhl abtransportiert worden. Der Mitfavorit landete in der Qualifikation am Auftakttag der EM nach seinem Versuch auf 7,73 Meter unglücklich in der Sandgrube. Danach hielt sich der 21-Jährige das rechte Bein und humpelte stark. Furlani konnte nicht mehr zu den weiteren beiden Versuchen antreten. Medizinisches Personal schob ihn daraufhin aus dem Alexander Stadium. Der Olympia-Dritte von Paris hatte sich im Vorjahr mit 8,39 Metern den WM-Titel in Tokio geholt. In dieser Saison sprang Furlani bisher 8,43 Meter, damit kam er als Nummer fünf in Europa zur EM. Dort hatte vor ihm schon der deutsche Meister Simon Batz Pech. Batz, der mit 8,29 Metern den nationalen Titel geholt hatte, verletzte sich in Birmingham (verlinkt auf https://www.welt.de/themen/birmingham/) beim Einspringen am Oberschenkel und konnte gar nicht erst zur Qualifikation antreten. „Ich glaube, ich hätte auf jeden Fall vorne mitmischen können“, sagte Batz in der ARD. Er habe sich „super gefühlt“. „Umso bitterer“ sei das verletzungsbedingte Aus. Mabry unterstreicht Medaillenambitionen Kugelstoß-Olympiasiegerin Yemisi Mabry ist hingegen locker ins Finale der Leichtathletik-Europameisterschaften (verlinkt auf https://www.welt.de/themen/leichtathletik-em/) eingezogen und hat ihre Medaillenambitionen untermauert. Die seit Frühjahr verheiratete Mabry – früher Ogunleye – stieß bei den Titelkämpfen im britischen Birmingham gleich im ersten Versuch 19,25 Meter und übertraf damit als Beste die Qualifikationsweite von 18,20 Metern souverän. Schon am Montagabend um 20.03 Uhr deutscher Zeit (ARD und Eurosport) geht es für die Überraschungsolympiasiegerin von Paris 2024 um Edelmetall. „Lassen wir uns überraschen“, sagte Mabry mit Blick auf das Finale. Die 27-Jährige, die die Zeit mit einem kurzen Schlaf, Lesen und Musik überbrücken will, könnte am Auftakttag für die erste Medaille des deutschen Teams bei der EM sorgen.