Welt 03.09.2026
10:33 Uhr

Wegen Sexismus-Gefahr – Oktoberfest-Kellnerinnen nur mit Burka


Um keine Probleme mit der städtischen Gleichstellungsstelle zu riskieren, sollen auf dem Münchner Oktoberfest neue Bekleidungsvorschriften gelten.

Wegen Sexismus-Gefahr – Oktoberfest-Kellnerinnen nur mit Burka

Die Wiesnwirte ziehen die Konsequenzen aus den Diskussionen um die leicht bekleideten Frauen auf dem Traditionsfahrgeschäft „Teufelsrad“ (verlinkt auf https://www.welt.de/regionales/bayern/article6a95544e518a586e1855e1a0/pruederie-diskussion-um-frauenfiguren-am-teufelsrad.html) : Nachdem die Münchner Gleichstellungsstelle bei den Betreibern Bedenken wegen der freizügigen Pappmaschee-Hawaiianerinnen über dem Eingang angemeldet hatte, will man nun nichts mehr dem Zufall überlassen. Demnach geht derzeit bei den Brauereien die große Angst um, dass die städtische Gleichstellungsstelle einen riesigen Sexismus-Skandal aufdecken könnte: So sollen die Kellnerinnen auf der Wiesn nach Augenzeugenberichten Kleidung tragen, die den Blick ungehörig auf die weibliche Brust lenkt. (verlinkt auf https://www.welt.de/politik/deutschland/article68bfd2244ac77774b91e988d/kleve-frau-auf-aeusseres-reduziert-gruene-reagieren-empoert-auf-sexistisches-oktoberfest-plakat-in-nrw.html) Oktoberfest denkt um Da man unter keinen Umständen einen Shitstorm riskieren möchte, wurde jetzt für das am 19. September startende Oktoberfest (verlinkt auf https://www.welt.de/themen/oktoberfest/) eine neue Dienst-Kluft in den Bierzelten verabschiedet. „Aus Sicherheitsgründen werden alle Kellnerinnen eine Burka tragen“, lautet der einstimmige Beschluss der Wiesnwirte. Damit wolle man sicherstellen, dass die fröhliche Stimmung nicht von einer unschönen Atmosphäre mit sexistischen Untertönen getrübt werde. Es solle unbedingt der Eindruck vermieden werden, dass es auf dem Oktoberfest ungesittet zugehen könne und es zuweilen zu gegenseitigen Belästigungen unter den Geschlechtern komme. Vorfreude auf Markus Söder Um das rückständige Gesamtbild des 191 Jahre alten Festes stimmiger zu gestalten und die Wiesn zu einem hundertprozentig sicheren Safe Space zu machen, wurden auch die Musikkapellen zu textlichen Änderungen bei den Liedern ermahnt. So soll etwa der bekannte Refrain des Klassikers „In München steht ein Hofbräuhaus“ burkakompatibel in „Oans, zwoa, Allah“ umgedichtet werden. Auf den Anblick von Dirndln beim Schankpersonal müssen die Oktoberfest-Gäste aber zum Glück nicht verzichten: „Die tragen dann die Kellner und Markus Söder“, beruhigen die Wiesn-Macher. Folgen Sie GLASAUGE trotzdem auf Facebook (verlinkt auf https://www.facebook.com/glasauge.satire) oder Instagram (verlinkt auf https://www.instagram.com/glasauge_satire/) – und verpassen Sie künftig keine Scherzartikel und Zusatzsatiren!