Welt 14.10.2026
20:57 Uhr

Verdiente Niederlage in Norwegen – BVB wacht zu spät auf


Borussia Dortmund liefert in der Champions League eine enttäuschende Vorstellung bei Bodö Glimt ab und verliert verdient in Norwegen. Trainer Niko Kovac weckt sein Team mit einem Vierfach-Wechsel auf – zu spät.

Verdiente Niederlage in Norwegen – BVB wacht zu spät auf

Auch Borussia Dortmund ist beim Favoritenschreck FK Bodö Glimt gestrauchelt und hat in der Champions League im Norden Norwegens wertvolle Punkte liegengelassen. Beim 0:1 (0:0) wachte das Team von Trainer Niko Kovac zu spät auf. Auch dürfte der BVB-Coach, der am Tag zuvor seinen Vertrag bis 2029 verlängert hatte, seine Personalentscheidungen im Nachhinein bereut haben. Die personellen Korrekturen kamen nach Fredrik Sjövolds Siegtreffer (52. Minute) zu spät. Nach dem 3:2 zum Auftakt der Champions-League-Ligaphase gegen den FC Villarreal blieb der Fußball-Bundesligist damit diesmal punktlos. „Wir haben in der ersten Halbzeit einfach nicht gut gespielt. Nach dem Gegentor haben wir dann angefangen, Fußball zu spielen. Wir hatten die Möglichkeiten, das 1:1 zu machen. Da müssen wir vor dem Tor einfach eiskalt sein“, sagte Waldemar Anton. Sondre Brunstad Fet schlenzte nach 20 Minuten den Ball an Dortmunds Keeper Gregor Kobel, aber auch ganz knapp am langen Pfosten vorbei. Knapp zehn Minuten später verpasste Ole Didrik Blomberg eine Hereingabe von Jens Petter Hauge nur denkbar knapp. Die Dortmunder verloren auf dem schnellen Kunstrasen den Ball meist deutlich schneller und hatten einige Abstimmungsprobleme. Insgesamt fünf personelle Wechsel hatte Kovac (verlinkt auf https://www.welt.de/themen/niko-kovac/) im Vergleich zum 2:2 in der Bundesliga am vergangenen Freitag gegen Werder Bremen vorgenommen. „Wir haben die Reisestrapazen und müssen darauf Rücksicht nehmen. Darum haben wir heute gewechselt“, sagte der Dortmunder Trainer. Erst Wechsel bringen BVB in Schwung Für die Dortmunder stehen binnen sechs Tagen mit dem nächsten Auswärtsabenteuer in der kommenden Woche bei Sabah FK in Aserbaidschan Flugreisen über rund 11.300 Kilometer an. Möglicherweise bereute Kovac den Verzicht auf Kapitän Niko Schlotterbeck kurz nach der Pause, denn bei der überfälligen Führung der Norweger durch Sjövold passte die Abstimmung in der Abwehr zwischen Ramy Bensebaini und Waldemar Anton überhaupt nicht. Kurz darauf reagierte Kovac und wechselte gleich viermal. Für die enttäuschenden Silva, Inacio, Konstantinos Karetsas und Joey Veerman kamen Guirassy, Nwaneri, Julian Ryerson und Felix Nmecha. Und sogleich kam der BVB auch zu seinen ersten nennenswerten Offensivaktionen. Nmecha und Guirassy verpassten in den ersten zehn Minuten nach ihrer Einwechslung noch jeweils knapp den Ausgleich. Dortmund drückte nun und die Hausherren kamen nun kaum noch aus der Abwehr heraus. Doch auch die Brechstange half nicht mehr. Der BVB blieb am Ende torlos. „Wir haben bis zum Gegentreffer nicht stattgefunden. Erst nach dem Vierfach-Wechsel sind wir ins Spiel gekommen. Wir haben das Spiel zu Recht verloren“, sagte Kovac.