Welt 10.08.2026
09:35 Uhr

„Übersteigt alles, was wir ertragen können“ – Eintracht-Boss rechnet mit WM ab


Beim Familientag von Eintracht Frankfurt blickt Axel Hellmann auf die WM zurück. Vor allem zwei Dinge stören den Geschäftsführer immens. Er spricht von einer „Schischi-Schuschu-Show“.

„Übersteigt alles, was wir ertragen können“ – Eintracht-Boss rechnet mit WM ab

Die Bundesliga steht in den Startlöchern: Nach dem WM-Sommer mit dem frühen deutschen Ausscheiden freuen sich bei Eintracht Frankfurt alle darauf, dass die Liga demnächst wieder losgeht. Beim Familientag der Frankfurter am Sonntag wurden die beiden Profimannschaften vorgestellt – und auch die Bosse kamen zu Wort. Vor allem bei einem hat sich über die vergangene Saison und die XXL-WM einiges angestaut: Axel Hellmann. Der Eintracht-Boss sprach vor den 17.000 anwesenden Fans im Stadion über die großen Themen – und ließ dabei ordentlich Dampf ab. Der Eintracht-Boss über … … die Atmosphäre bei der XXL-WM: „Wir sind ja immer so schnell mit einem Urteil hier aus Deutschland am Start und sagen, die WM war viel zu groß und viel zu viel. Wir waren alle mal da, haben alle Spiele gesehen, ich sogar sieben. Ich kann nur sagen, es war von der Atmosphäre her schon toll. Viele kleine Länder zu sehen, viele Fans aus ganz unterschiedlichen Ecken der Welt und die Begeisterung war enorm.“ ... den WM-Schnickschnack: „Aber man muss auch sagen: Hydration Breaks und die ganze Schischi-Schuschu-Show drumherum, das glaube ich braucht’s nicht, und eins kann ich sagen: Das wird ganz sicher nicht der Weg sein, den wir bei Eintracht Frankfurt (verlinkt auf https://www.welt.de/themen/eintracht-frankfurt/) gehen, was Fußball anbelangt.“ „Hätte ich nicht für möglich gehalten“ ... die WM-Skandale: „Also das konnte ich ehrlicherweise gar nicht glauben, dass man eine heilige Geschichte wie eine Halbzeitpause einfach ausdehnt. Ich hätte alles für möglich gehalten, aber dass man eine Halbzeitpause auf 35 Minuten, oder wie viel es am Ende dann waren, ausweitet, dass man Gelbe Karten zurücknimmt, weil ein Politiker das fordert und weil man die Weltmeisterschaft verkaufen will, da muss ich mich ehrlicherweise immer zwicken. Das übersteigt alles, was wir ertragen können.“ ... über die Schlüsse aus der letzten Eintracht-Saison: „Wir haben ein paar Schlüsse gezogen aus der letzten Saison: Was hier in diesem Stadion geboten werden muss, was Standard sein muss, was wir hinbekommen müssen, nämlich dass dieses Stadion aus dem Sattel, aus dem Sitz geht, wenn wir Fußball spielen. Das haben wir vermisst in der letzten Saison.“ Hellmann schenkt Hütter viel Vertrauen … Trainer Adi Hütter (verlinkt auf https://www.welt.de/themen/adi-huetter/) : „Wir sind da vorsichtig genug, weil solche Veränderungen nie immer sofort in Tabellenplätzen gemessen werden können. Aber ganz sicher, und das weiß ich und da kenne ich auch Adi gut genug, wird er es nicht zulassen, dass wir hier alle wieder zum Einschlafen bringen, sondern die Besucher, die Fans, das Stadion aufwecken.“ ... die Stimmung im Stadion: „Es ist mir wichtig, dass wieder ein Zusammenspiel zwischen dem Platz und den Rängen stattfindet. Da muss die Mannschaft was dafür tun, da müsst ihr was für tun. Und deswegen lasst uns Gas geben in der neuen Saison, dass wir wieder Großes erreichen können.“ Dieser Artikel wurde für das Sportkompetenzcenter (WELT, BILD, SPORTBILD, BILD AM SONNTAG) verfasst und erschien zuerst in BILD.