Welt 17.10.2026
18:11 Uhr

„Schmeißt die ganzen Rechtsextremen raus“ – Kurt Krömer fordert AfD zu Wandel auf


Komiker Kurt Krömer fordert die AfD zum Ausschluss rechtsextremer Mitglieder auf. Zugleich bekräftigt er, dass deren Wähler von seiner Lesetour fernbleiben sollen.

„Schmeißt die ganzen Rechtsextremen raus“ – Kurt Krömer fordert AfD zu Wandel auf

Kurt Krömer konkretisiert seine Attacken gegen die AfD. In einem Instagram-Video hatte der Komiker betont, dass Wähler dieser bei den Auftritten seiner kommenden Lesetour fernbleiben mögen. Er habe „keine Lust, auf der Bühne zu stehen und in irgendwelche Schweinegesichter zu gucken“. Ein Landtagsabgeordneter der AfD Brandenburg erstattete daraufhin Anzeige gegen den Berliner (verlinkt auf https://www.welt.de/politik/article6acf956277d7df6c69d6c33d/verdachts-der-volksverhetzung-waehler-als-schweinegesichter-bezeichnet-afd-politiker-erstattet-strafanzeige-gegen-kurt-kroemer.html) . „Kauft keine Karten, wenn ihr von der AfD seid. Spart das Geld, kauft euch einen neuen Kopp“, forderte Krömer nun erneut in einem Instagram-Post (verlinkt auf https://www.instagram.com/p/Dejy7rToX5D/?hl=de) . Zugleich relativierte er seinen Willen zur politischen Einflussnahme. „Ich gehe nicht auf Tournee, um euch zu sagen, was ihr zu wählen habt“, versicherte der Komiker. „Das könnt ihr schön für euch entscheiden. Ich würde niemals sagen, das ist eine Scheißpartei, das ist eine gute Partei. Oder: Wenn ihr diese Partei nicht wählt, dann seid ihr doof.“ Ihm gehe es vielmehr darum, dass die Partei in Teilen gesichert rechtsextrem sei. „Da habe ich was dagegen, finde ich scheiße“, urteilte Krömer. „Schmeiß die ganzen Leute raus, die rechtsextrem sind, und mach eine geile, schöne Partei, die politisch rechts steht.“ Er empfahl der AfD, sich etwa an der CDU der 1980er-Jahre zu orientieren. „Meine Programme sind nicht politisch“, betonte Krömer. „Ich bin kein Kabarettist, ich bin auch in keiner Partei, ich bin auch kein Wahlhelfer.“ Dennoch positioniere er sich seit 2014 gegen die AfD und habe – eher widerwillig – ein bis zwei Nummern in jedem Soloprogramm zu der Partei eingebaut. Er wolle in den zwei Stunden, die er zur Verfügung habe, das nicht länger machen, nur damit die Zuschauer sagen: „Ach, das hätte ich ja gar nicht gewusst, dass der jetzt gegen die AfD ist.“ Deswegen ziehe er „die ganze Scheiße“ vor, statt das Thema während der Tournee zu behandeln. Er wolle damit die Grenzen im Vorfeld abstecken. „Es geht um mentale Gesundheit. Es ist nicht ein politisches Programm“, unterstrich Krömer. „Da freue ich mich auch schon drauf.“ Seine eigene mentale Gesundheit, die er in seinem Buch „Du darfst nicht alles glauben, was du denkst – Meine Depression“ verarbeitet hat, sei wiederhergestellt. „Ich werde 52 Jahre alt, ich habe 13 Kilo abgenommen, ich mache dreimal in der Woche Sport, ich bin topfit“, insistierte der Autor. „Jetzt beginnt die geilste Zeit in meinem Leben. Und wenn ihr Bock habt, seid dabei. Heilt Höcke.“