Sachsen-Anhalts Industrie steigert Umsatz – aber Stellen werden abgebaut Die Betriebe im Land machen deutlich mehr Umsatz als vor einem Jahr. Doch der Beschäftigungsrückgang trübt das Bild – und ein genauerer Blick relativiert das Plus. Sachsen-Anhalts Industrie hat im ersten Halbjahr 2026 deutlich mehr Umsatz erzielt als ein Jahr zuvor. Wie das Statistische Landesamt in Halle mitteilte, kamen die 578 erfassten Industriebetriebe im Land von Januar bis Juni auf einen Gesamtumsatz von 23,8 Milliarden Euro – ein Plus von 5,8 Prozent gegenüber dem ersten Halbjahr 2025. Allerdings ist das deutliche Plus zu einem großen Teil auf gestiegene Preise zurückzuführen. Preisbereinigt erhöhte sich der Umsatz lediglich um 1,5 Prozent. Besonders kräftig wuchsen die Auslandsgeschäfte: Die Auslandsumsätze stiegen um 10,9 Prozent auf 8,8 Milliarden Euro. Im Inland setzten die Unternehmen 15,0 Milliarden Euro um, ein Plus von 3,0 Prozent. Die Auftragseingänge lagen bei 10,1 Milliarden Euro – ein Zuwachs von 4,3 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Gleichzeitig sank die Zahl der Beschäftigten in den Industriebetrieben um 3,0 Prozent auf rund 100.750 Menschen.