Welt 03.07.2026
10:55 Uhr

Red Bull würde für Klopp Millionen-Ablöse verlangen


Der DFB startet nach dem WM-Aus den Neustart. Wunschtrainer Jürgen Klopp steht ganz oben auf der Liste, doch dessen Verpflichtung könnte kompliziert werden. Die Nike-Millionen sollen helfen.

Red Bull würde für Klopp Millionen-Ablöse verlangen

Die deutsche Nationalmannschaft steht nach dem peinlichen Aus im Sechzehntelfinale der Fußball-Weltmeisterschaft vor einem Neuanfang. Doch mit welchem Bundestrainer? In einer rund dreistündigen Aussprache am Donnerstag in Frankfurt am Main zwischen Julian Nagelsmann (verlinkt auf https://www.welt.de/themen/julian-nagelsmann/) (Vertrag bis 2028) und den Fußball-Bossen um Präsident Bernd Neuendorf, Bundesliga-Präsident Hans-Joachim Watzke, Sportdirektor Rudi Völler und DFB-Geschäftsführer Andreas Rettig ging es im Kern um eine schnelle Aufarbeitung des Scheiterns. Im Anschluss sollen die Fußball-Chefs Nagelsmann nahegelegt haben, einen freiwilligen Rückzug von seinem Amt in Erwägung zu ziehen. Dieser wird am Freitag nun vollzogen. Klar ist bereits, dass Trainer-Legende Jürgen Klopp die Wunschlösung als Nachfolger ist. Klopp hat jedoch bei Red Bull (verlinkt auf https://www.welt.de/themen/red-bull/) noch einen bis 2029 gültigen Vertrag als „Head of Global Soccer“. Nach Informationen von „Bild“ beinhaltet sein Arbeitspapier keine schriftlich fixierte Ausstiegsklausel. Demnach wird die Klopp-Verpflichtung alles andere als ein Selbstläufer. Red Bull würde für Klopp eine Ablöse verlangen – wohl im einstelligen Millionenbereich. Das wiederum wäre ein Novum. Noch nie hat der DFB (verlinkt auf https://www.welt.de/themen/dfb/) für einen Bundestrainer eine Ablösesumme bezahlt. Allerdings kommt nächstes Jahr auch wieder viel frisches Geld in die Verbandskasse, so zahlt der neue Ausrüster Nike (verlinkt auf https://www.welt.de/themen/nike/) bis 2034 jährlich rund 100 Millionen Euro. Mintzlaff holte für Nagelsmann 25 Millionen Euro heraus Red Bull, wo Klopp seit Januar 2025 angestellt ist, schätzt seine Arbeit und seinen Fokus auf Jugend sehr. Die Klubs in Japan, USA und Brasilien haben den jeweils jüngsten Kader der Liga. Bei insgesamt sieben Red-Bull-Klubs ist Klopp beratend tätig. Der Weltkonzern bräuchte im Falle eines Abgangs Ersatz. Der mächtige Red-Bull-Chef Oliver Mintzlaff, dessen Meinung beim DFB sehr geschätzt wird, gilt als knallharter Verhandler und Geschäftsmann. 2021 knöpfte er dem FC Bayern die Trainer-Rekordablöse von 25 Millionen Euro für eben jenen Nagelsmann beim Wechsel von RB Leipzig (verlinkt auf https://www.welt.de/themen/rb-leipzig/) nach München ab. Jetzt könnte Red Bull dem deutschen Fußball helfen ... Dieser Text wurde für das Sportkompetenzcenter (WELT, BILD, SPORTBILD) verfasst und erschien zuerst bei BILD.