Welt 25.09.2026
21:10 Uhr

„Optimismus statt Pessimismus“ – Bewegender Auftakt zum Filmfest Hamburg


Bürgermeister Peter Tschentscher (SPD) und Filmfestleiterin Malika Rabahallah eröffnen das Filmfest im Cinemaxx am Dammtor. Prominente Gäste zur Auftaktpremiere von „The Idiot(s)“.

„Optimismus statt Pessimismus“ – Bewegender Auftakt zum Filmfest Hamburg

Zum Start des Filmfest Hamburg erschienen zahlreiche Prominente auf dem roten Teppich vor dem Cinemaxx am Dammtor. Unter den Gästen waren unter anderem der Schauspieler Christian Friedel („Babylon Berlin“), der auch im Eröffnungsfilm „The Idiot(s)“ eine tragende Rolle spielt, die Schauspiel-Brüder Merlin und Fridolin Sandmeyer („Die Discounter“) sowie die Schauspielerinnen Pheline Roggan („Soul Kitchen“), Nicole Heesters und Mechthild Großmann. Bürgermeister Tschentscher eröffnet das Festival Bürgermeister Peter Tschentscher (SPD) eröffnete das Festival und sagte in seiner Rede: „Der Wettbewerb und die Preisverleihung machen das Kino spannend. Roter Teppich, Glamour und Applaus würdigen diejenigen, die sich kreativ und mit Talent, aber auch mit Risiko und harter Arbeit für den Film einsetzen und uns als Publikum erfreuen und inspirieren.“ Festivalleiterin Malika Rabahallah erklärte, das Kino stehe für Optimismus und Pessimismus sei ein Privileg, auf das sie künftig gern verzichte. Die Empathie im und durch das Kino verändere die Welt. „Für zwei Stunden sehen wir die Welt durch die Augen eines anderen Menschen. Vielleicht durch die Augen eines völlig Fremden, dessen Leben nichts mit uns zu tun hat. Und plötzlich kommen wir dieser Person näher“, sagte die Festivalleiterin. Start mit Film über Fjodor Dostojewski Der Eröffnungsfilm „The Idiot(s)“ der polnischen Regisseure Małgorzata Szumowska und Michał Englert ist ein großes Experiment mit bleibend ungewissem Ausgang. Mit der Wucht seiner Bilder, Emotionen und überragenden schauspielerischen Leistungen bleibt der Film unvergesslich. Mit seinen gewagten Traumsequenzen und seinem Mangel an stringenter Handlungsführung hat er allerdings nicht zwingend das Zeug zum Blockbuster. In ihrer Adaption der Biografie „The Gambler Wife: A True Story of Love, Risk and the Woman Who Saved Dostoyevsky“ (bzw. korrekte Originalschreibweise der Vorlage) von Andrew D. Kaufman erzählt das Regie-Duo eine Episode aus dem Leben von Fjodor Dostojewski (Johnny Flynn) und seiner Frau Anna (Aimee Lou Wood) in Baden-Baden. Im Mittelpunkt des Films steht Anna, die im Hintergrund die Fäden in der Hand hält und als Ghostwriterin die Arbeit am Roman „Der Idiot“ vorantreibt, während ihr Mann im Casino ihr Geld verzockt. Heimlich unterstützt wird Anna vom erfolgreichen Autor Iwan Turgenjew (Christian Friedel). Thorsten Merten und Hanna Schygulla zu Gast Auch in den kommenden Tagen lohnt sich für Filmfest-Fans neben dem Blick ins Programm der Blick auf die roten Teppiche: So werden zur Vorführung von „Kinder der Sonne“ am Samstag die Schauspielerinnen Jella Haase und Lena Urzendowsky erwartet. Am Sonntag werden Thorsten Merten und Hanna Schygulla den Film „Der große Zusammenbruch“ vorstellen. Weitere Prominenz wird am Dienstag erwartet: Helen Mirren schaut auf dem roten Teppich vorbei und nimmt den Douglas-Sirk-Preis des Filmfestes entgegen. Sie hat auch einen Film im Gepäck. In „Ein Talent fürs Morden“ spielt sie die Schriftstellerin Patricia Highsmith. Freier Eintritt am 3. Oktober Das Filmfest Hamburg zeigt bis zum 3. Oktober in den fünf Festivalkinos 114 Filme aus 64 Ländern. Der 3. Oktober ist gleichzeitig wieder „Tag des freien Eintritts“, an dem viele Filmfest-Filme in den Hamburger Festivalkinos und neun weiteren Stadtteilkinos kostenlos geschaut werden können.