Neubibergs Bürgermeister Thomas Pardeller (CSU) hat erneut Ärger mit der Polizei. Nach einem Einsatz wegen einer Ruhestörung in der Nacht vom 23. auf den 24. Juli wurde Anzeige wegen des Verdachts einer Beleidigung erstattet. Das bestätigte die Polizei. Pardeller weist den gegen ihn erhobenen Vorwurf zurück. Es gilt die Unschuldsvermutung. Gegen 2:00 Uhr hatte ein Anwohner in der Hauptstraße von Neubiberg die Polizei alarmiert, weil er sich durch den Lärm einer Feier am Bauhof der rund 14.300 Einwohner zählenden Gemeinde im Münchner Umland gestört fühlte. Eine Streife fuhr daraufhin zum Bauhof und fragte nach einem Verantwortlichen. Ein deutlich angetrunkener Mann erschien – dabei soll es sich um Pardeller gehandelt haben. Als die Beamten ihn nach seinen Personalien fragten, soll Pardeller die Angaben verweigert haben. Die Polizisten hätten ihn darauf hingewiesen, dass er sich gegenüber Amtsträgern ausweisen müsse und eine Verweigerung eine Ordnungswidrigkeit darstellen könne. „Arschloch“-Ruf soll zu Anzeige geführt haben Um eine Eskalation zu vermeiden, verzichteten die Beamten dem Bericht zufolge auf eine Anzeige wegen der verweigerten Personalien. Sie forderten die Teilnehmer der Feier lediglich auf, künftig leiser zu sein. Damit schien der Einsatz zunächst beendet. Als die Polizisten zu ihrem Streifenwagen zurückkehren wollten, soll der als Thomas Pardeller identifizierte Mann jedoch „Arschloch“ in Richtung eines Beamten gerufen haben. Der Einsatz endete daraufhin mit einer Anzeige wegen des Verdachts einer Beleidigung. Pardeller bestreitet den Vorwurf. Über einen Medienanwalt ließ er mitteilen: „Der von Ihnen geschilderte Sachverhalt ist unzutreffend. Unser Mandant hat sich zu keinem Zeitpunkt gegenüber einem Polizeibeamten in der von Ihnen behaupteten Weise geäußert.“ Für den 38-jährigen CSU-Politiker ist es nicht der erste Vorfall mit der Polizei. Am 11. Oktober 2025 wurde Pardeller mit Kokain vor einem Nachtclub in München erwischt. Damals habe er sich unkooperativ gezeigt und sich nicht durchsuchen lassen wollen. Drogenfahnder brachten ihn zu Boden, legten ihm Handschellen an und brachten ihn auf eine Polizeiinspektion. Pardeller akzeptierte später einen Strafbefehl und zahlte 11.400 Euro Strafe.