Nach dem Tod des norwegischen Königs Harald V. wird sein Sohn Haakon VIII. am Dienstagmittag im Parlament in Oslo seinen Eid auf die Verfassung ablegen. Nicht dabei wird dann allerdings Königin Mette-Marit. Grund dafür sind erneute gesundheitliche Probleme mit ihrer transplantierten Lunge. Die 53-Jährige müsse weiterhin medizinisch überwacht werden, heißt es in einer Erklärung des Königshauses (verlinkt auf https://www.kongehuset.no/presse/pressemeldinger/edsavleggelsen-i-stortinget) . Ihr Lungenfacharzt Are Holm wird darin wie folgt zitiert: „Es ist nicht ungewöhnlich, dass nach einer Lungentransplantation Komplikationen auftreten. Auch die Königin hatte seit der Operation, zuletzt heute, bereits einige Komplikationen.“ Mette-Marit leidet an einer Lungenfibrose, einer chronischen Erkrankung, bei der das Lungengewebe zunehmend zerstört wird. Die unheilbare Krankheit führt zu Narbenbildung in der Lunge und dadurch zu Atemnot. Im Juni wurde ihr eine Spenderlunge transplantiert. Das norwegische Königshaus befindet sich derzeit in einer Krise. So war Mette-Marit neben ihrer Erkrankung in den vergangenen Monaten auch wegen ihres Kontakts zum US-amerikanischen Sexualstraftäter Jeffrey Epstein (verlinkt auf https://www.welt.de/vermischtes/article69bcf43eea8bf301e4ae1b76/epstein-files-wusste-nicht-dass-er-ein-sexualverbrecher-war-mette-marit-spricht-im-tv.html) in die Schlagzeilen geraten. Hinzu kommt, dass ihr Sohn Marius Borg Høiby im Juni unter anderem wegen zweier Vergewaltigungen nach norwegischem Recht zu vier Jahren Haft verurteilt wurde. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig. Er sitzt derzeit mit Fußfessel in Untersuchungshaft in der Residenz des norwegischen Königspaares. Harald V. war am Freitagmorgen im Alter von 89 Jahren gestorben. Er hatte seit 1991 auf dem Thron gesessen und galt weithin als Verkörperung eines offenen und toleranten Norwegens. Seit dem 17. August war Harald wegen einer hämolytischen Anämie im Krankenhaus behandelt worden. Gesundheitliche Probleme hatten ihn in seinen letzten Jahren bereits gezwungen, seine offiziellen Termine einzuschränken.