Der Flughafen Leipzig/Halle hat in der Nacht zu Mittwoch den Flugbetrieb eingestellt, nachdem eine Drohne und zugleich ein verdächtiger Gegenstand entdeckt worden waren. Mehrere Maschinen, darunter eine Passagiermaschine, wurden nach einer Mitteilung der Polizeidirektion Leipzig umgeleitet. Die Polizei sprach von einem „sicherheitsrelevanten Vorfall“. Ein Nato-Sprecher bestätigte am Mittwochvormittag die Sichtung der Drohne in der Nähe eines ukrainischen Flugzeugs. Die Polizei habe das Fluggerät in der Nacht gesichert. Nach Informationen aus Sicherheitskreisen sollen an der Drohne Sprengstoff und ein Zünder befestigt gewesen sein. Ermittler stuften den Fund laut „ Bild (verlinkt auf https://www.bild.de/regional/leipzig/neue-details-zur-sperrung-am-flughafen-leipzig-drohne-trug-ein-paeckchen-mit-zuender-6a72de2d22542e2b26f0cc4c) “ als möglichen Sprengsatz ein. Die Drohne lag dem Bericht nach in unmittelbarer Nähe einer ukrainischen Frachtmaschine vom Typ Antonow. Die Bundespolizei schickte Entschärfer an den Fundort und plante nach „Bild“-Informationen, das Päckchen mit dem Zünder kontrolliert zu sprengen. Im Einsatz war demnach ein ferngesteuerter Roboter. Nach Polizeiangaben wurde der verdächtige Gegenstand an der Südpiste des Flughafens entdeckt. Der Nordbereich des Flughafens ist seit den frühen Morgenstunden wieder in Betrieb. Die Süd-Start-und Landebahn bleibt für die Ermittlungen gesperrt. Leipzig/Halle ist einer der größten Frachtflughäfen Europas und Drehkreuz von DHL. Von dort aus fliegt auch die ukrainische Antonov Airlines, der Standort spielt für schweren Lufttransport eine zentrale Rolle. Antonov Airlines ist ein Tochterunternehmen des staatlichen ukrainischen Rüstungskonzerns Ukrobornprom. Die Ermittlungen der Bundespolizei dauern an. Wann die Südbahn wieder freigegeben wird, ist offen.