Der aus den Wahlanalysen der ARD bekannte Fernsehmoderator sowie bisherige WDR-Programmdirektor Jörg Schönenborn wechselt zu den ARD-„Tagesthemen“. Seine Position als Programmdirektor gibt Schönenborn dafür auf, wie der Westdeutsche Rundfunk (WDR) am Freitag mitteilte. Damit wolle Schönenborn die aktuelle politische Berichterstattung im Ersten und im Onlineangebot stärken, hieß es. Demnach soll der 61-jährige Journalist dem Team der ARD-„Tagesthemen“ ab Mitte des Jahres angehören. Darüber hinaus soll er weiterhin Wahlergebnisse und -analysen in der ARD präsentieren sowie einer der Gastgeber des ARD-„Presseclub“ am Sonntagmittag bleiben. Dem Senderverbund zufolge wird Schönenborn „auf Bitte der ARD-Intendantinnen und -Intendanten“ seine publizistische Tätigkeit für die ARD ausweiten. Schönenborn selbst sagt zu seinem Wechsel: „Das Bedürfnis nach Orientierung war bei unserem Publikum noch nie so groß wie heute. Das erlebe ich auch in meiner Arbeit als Journalist und Moderator.“ Ihm sei es dabei immer wichtig, so zu berichten und zu erklären, dass sich jede und jeder selbst ein Bild machen und eigene Schlüsse ziehen könne, so Schönenborn weiter. „Deshalb bin ich dankbar für die Möglichkeit, in der neuen Rolle einen größeren Beitrag dazu leisten zu können, und ich freue mich über das Vertrauen der Intendantinnen und Intendanten.“ Schönenborn ist seit rund 40 Jahren für den WDR und die ARD tätig, unter anderem als Journalist, Chefredakteur und Programmdirektor. Seit 2019 ist er WDR-Programmdirektor. 2024 hatte Schönenborn sich ohne Erfolg um die Nachfolge des WDR-Intendanten Tom Buhrow beworben. Er unterlag seinerzeit der heutigen WDR-Intendantin Katrin Vernau, die sich wiederum in der Stichwahl gegen Schönenborns Vorgänger im Moderationsteam der „Tagesthemen“, Helge Fuhst, durchgesetzt hatte. Fuhst startete kürzlich seine Tätigkeit beim Axel-Springer-Verlag als Chefredakteur der WELT und als Vorsitzender der Chefredaktionen der Premium-Gruppe, in der die größten Springer-Marken zusammengefasst sind. Vernau dankte Schönenborn für seinen Einsatz beim WDR und kündigte an, die Position der Programmdirektion auszuschreiben.